Prof. Wolfgang Ischinger Diplomat; 2008-2022 Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
Der Diplomat Prof. Wolfgang Ischinger beschreibt die Diplomatie als die Kunst des Zuhörens. Zudem erklärt er, wie sich ausgehend von einem Jahr als Austauschschüler in den USA und einem späteren Praktikum bei den Vereinten Nationen der Wunsch entwickelte, als Diplomat zu arbeiten. Er geht auch auf sein Aufwachsen auf der Schwäbischen Alb und die Sehnsucht nach seiner Kindheit und Heimat ein.
Prof. Wolfgang Ischinger Diplomat; 2008-2022 Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
Prof. Wolfgang Ischinger beschreibt die Gefühlslage in den Zügen, in denen die in die Prager Botschaft geflohenen DDR-Bürger 1989 in die Bundesrepublik ausreisen durften. Diese „Prager Botschaftsflüchtlinge“ durfte er als deutscher Diplomat begleiten. Zudem spricht er über die Plötzlichkeit des Mauerfalls, die anfängliche Diskussion um den Begriff „Wiedervereinigung“ und die allgemeinen diplomatischen Unsicherheiten in den Jahren 1989/90. Den Zwei-plus-Vier-Vertrag bezeichnet Ischinger als großen diplomatischen Erfolg, kritisiert aber den westlichen Umgang mit den ehemaligen DDR-Bürgern.
Prof. Wolfgang Ischinger Diplomat; 2008-2022 Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
Prof. Wolfgang Ischinger thematisiert den Umgang mit Russland nach dem Ende der Sowjetunion: Er konkretisiert die Inhalte der NATO-Russland-Grundakte von 1997, die er als deutscher Diplomat mit verhandelte. Zudem kritisiert er den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der sich durch Anschuldigungen legitimiere, dass die NATO angeblich diplomatische Vereinbarungen nicht eingehalten hätte. Allerdings spricht er auch den teilweise mangelnden Respekt im Umgang mit Russland als internationaler Großmacht an.
Prof. Wolfgang Ischinger Diplomat; 2008-2022 Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
Im hier gezeigten Ausschnitt plädiert Prof. Wolfgang Ischinger für eine Position der eigenen Stärke bei der Verhandlung eines friedlichen Zusammenlebens. Dies habe in der Phase von Willy Brandts Entspannungspolitik genauso gegolten wie angesichts der aktuell angespannten Sicherheitslage. Außerdem erklärt er, wie er auf finanzielle und organisatorische Herausforderungen reagierte, die ihm nach der Übernahme der Leitung der Münchner Sicherheitskonferenz 2008 begegneten. Ischinger konkretisiert zudem, weshalb die SIKO durch die veränderte sicherheitspolitische Lage seit der Krimannexion 2014 an Relevanz gewonnen hat.
Prof. Wolfgang Ischinger Diplomat; 2008-2022 Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz
Den Beitrag, den die Münchner Sicherheitskonferenz als nicht-staatliche Plattform zur internationalen Sicherheitspolitik beitragen kann, erläutert Prof. Wolfgang Ischinger im hier gezeigten Ausschnitt. 2009 ermöglichte die SIKO Verhandlungen zwischen US-amerikanischen und russischen Diplomaten, die zur Ratifizierung des New START-Abkommens führten. Auch die aserbaidschanisch-armenischen und die serbisch-kosovarischen Friedensverhandlungen konnten im Rahmen der SIKO auf neutralem Boden stattfinden.