Josef Felder Politiker (SPD); Redakteur; Verleger
Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Josef Felder das Entsetzen und die Verunsicherung in der SPD-Reichstagsfraktion, als am 30.01.1933 die Nachricht eintraf, dass Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. Er schildert, wie SPD und Gewerkschaften den entscheidenden Fehler begingen und abwarteten, wie sich Hitler verhalten werde. Sie wollten nur dann aktiven Widerstand leisten, wenn die Nationalsozialisten gegen die Verfassung verstießen. Im März hätte sich die Gewerkschaftsführung dann für eine Annäherung an Hitler entschieden, während die SPD die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes vorbereitete. (nur Ton)
Josef Felder Politiker (SPD); Redakteur; Verleger
Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Josef Felder den Austausch inner- und außerhalb der SPD-Reichstagsfraktion nach Bekanntwerden der Regierungsübernahme durch Hitler und die Nationalsozialisten. Als entscheidender Fehler wurde die ausgebliebene Antwort auf den "Preußenschlag" 1932 erkannt. Damals war die nur noch geschäftsführend amtierende SPD-geführte preußische Regierung durch Reichspräsident Hindenburg abgesetzt und durch ein Kabinett unter Reichskommissar Franz von Papen ersetzt worden. (nur Ton)
Josef Felder Politiker (SPD); Redakteur; Verleger
Im hier gezeigten Ausschnitt sucht Josef Felder nach Erklärungen für das Erstarken der Nationalsozialisten und das Scheitern der Weimarer Republik. Einen Grund sieht er in der verpassten Ausweisung Hitlers nach dem Putschversuch 1923. Stattdessen wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen und die NSDAP wurde wieder zugelassen. (nur Ton)
Josef Felder Politiker (SPD); Redakteur; Verleger
Im hier gezeigten Ausschnitt sucht Josef Felder nach Erklärungen für das Scheitern der Weimarer Republik. Einen Grund sieht er in der hochproblematischen Handhabung des Notverordnungsrechtes durch Reichspräsident Hindenburg. (nur Ton)
Josef Felder Politiker (SPD); Redakteur; Verleger
Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Josef Felder die Illusion der demokratischen Parteien, dass die NSDAP nach den Reichstagswahlen im November 1932 entscheidend geschwächt worden wäre.
Walter Feuchtwanger Bankier, Emigrant
Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Walter Feuchtwanger über den Roman "Erfolg" seines Onkels Lion Feuchtwanger, der in der Familie Empörung auslöste.
Helmut Fischer 1982-2002 Werbeleiter bei Puma in Herzogenaurach
Helmut Fischer berichtet über die Gründung der Schuhfabrik durch die Brüder Dassler in Herzogenaurach 1919, die Zusammenarbeit mit Spitzensportler Jesse Owens 1936 bis 1939 sowie über die Teilung der Firma Ende der 1940er-Jahre.
Karl Frank 1954-1989 Gymnasiallehrer in Regensburg
Karl Frank erinnert sich an die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler 1933, die Trauerfeiern nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg 1934, die Volksabstimmung über das Oberhaupt des Deutschen Reiches sowie über den von der NSDAP ausgeübten Druck auf die Abstimmenden.
Karl Frank 1954-1989 Gymnasiallehrer in Regensburg
Karl Frank schildert den Auftritt der Regensburger Domspatzen auf dem Obersalzberg 1938 und die Begegnung mit Adolf Hitler.
Gottfried Frieser Metzger, Vorarbeiter bei einer Ton- und Schamotte-Firma
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Gottfried Frieser, wie er als vierjähriges Kind mit dem Arbeitsunfall und dem Tod seines Vaters im Stahlwerk Maxhütte umgegangen ist.
Volkmar Gabert Politiker (SPD); 1963-1972 Landesvorsitzender der SPD in Bayern
Volkmar Gabert schildert, wie seine Familie wenige Tage vor dem Einmarsch der deutschen Truppen ins Sudetengebiet zunächst nach Prag und dann weiter nach England floh. Außerdem erläutert er das Wirken der sudetendeutschen Sozialdemokraten im Exil.
Hans Gasparitsch Widerstandsaktivist, KZ-Überlebender
Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Hans Gasparitsch über seine Einweisung in das KZ Dachau 1937.
Maria Günzl Fabrikarbeiterin; Widerstandsaktivistin; Politikerin (SPD)
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Maria Günzl über ihre Verhaftung nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht ins Sudetenland 1938 und über die Gründe, warum sie zuvor nicht emigrierte. (Nur Ton; Foto: © Bildarchiv Bayerischer Landtag)
Maria Günzl Fabrikarbeiterin; Widerstandsaktivistin; Politikerin (SPD)
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Maria Günzl - ausgehend von ihrer Entlassung aus dem KZ Ravensbrück 1942 - über ihre Verhaftung und die beim Verhör durch die Gestapo erlittene Gewalt. (Nur Ton; Foto: © Bildarchiv Bayerischer Landtag)
Dr. Hildegard Hamm-Brücher Politikerin (FDP), u.a. 1976-1982 Staatsministerin im Auswärtigen Amt
Hildegard Hamm-Brücher berichtet von den Auswirkungen der "Nürnberger Gesetze" auf ihre Familie.
Joseph R. Hausner KZ-Überlebender
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Joseph Hauser vom Anstieg des Antisemitismus in Ungarn (1936-1938). Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich nahm der Judenhass zu. Die nazistisch orientierten Parteien gewannen an Einfluss.
Fritz Heine 1933-1945 Widerstandsaktivist im Exil, 1946-1958 Mitglied des SPD-Pateivorstands
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Fritz Heine über seine beruflichen Anfänge bei der SPD ab 1925. Außerdem schildert er die blutigen Auseinandersetzungen zwischen SA, SS und den Arbeiterparteien sowie die Massenarbeitslosigkeit 1931/32. Die Sozialdemokraten rechneten mit einem Putschversuch der Nationalsozialisten, der aber schnell niedergeschlagen werden könnte. Die SPD beschaffte Waffen, um ihre Zentrale im Putschfalle verteidigen zu können. Da Hitler und die NSDAP 1933 dann aber auf (schein)legalem Weg an die Macht kamen, sei die Situation völlig anders als erwartet und ein Waffeneinsatz ihrerseits praktisch ausgeschlossen gewesen.
Fritz Heine 1933-1945 Widerstandsaktivist im Exil, 1946-1958 Mitglied des SPD-Pateivorstands
Im hier gezeigten Ausschnitt erläutert Fritz Heine, dass die SPD nach der NS-Machtübernahme 1933 keinen gewaltsamen Widerstand leistete, da die Übermacht der Nationalsozialisten zu groß gewesen sei. Stattdessen setzte sie auf Aufklärung der Bevölkerung durch illegale Flugblattaktionen etc.
Fritz Heine 1933-1945 Widerstandsaktivist im Exil, 1946-1958 Mitglied des SPD-Pateivorstands
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Fritz Heine über die Widerstandstätigkeit der SPD nach der NS-Machtübernahme 1933 und insbesondere über die illegalen Reisen, die er von der Tschechoslowakei aus nach Deutschland unternahm. Dabei wurde er u.a. Zeuge der aufgeladenen Atmosphäre rund um die Ereignisse des von den Nationalsozialisten sogenannten Röhm-Putsches am 30.06.1934. Viele hofften, dass Hitler und die Nationalsozialisten nun die Macht verlören - dies habe sich aber rasch als Trugschluss erwiesen.
Fritz Heine 1933-1945 Widerstandsaktivist im Exil, 1946-1958 Mitglied des SPD-Pateivorstands
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Fritz Heine über die Tätigkeit der Sopade-Grenzsekretariate in der Tschechoslowakei und die Anfertigung und Verteilung der Deutschland-Berichte (grüne Berichte).
Fritz Heine 1933-1945 Widerstandsaktivist im Exil, 1946-1958 Mitglied des SPD-Pateivorstands
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Fritz Heine, wie es der Sopade 1933 gelang, einen beträchtlichen Teil des SPD-Parteivermögens ins Ausland zu retten. Diese Mittel reichten bis 1938 zur Finanzierung der illegalen Arbeit von der Tschechoslowakei aus. 1938 musste die Sopade nach Paris ausweichen und sah sich gezwungen, originale Marx-Engels-Dokumente zu verkaufen.
Kreszenz (Centa) Herker-Beimler Widerstandsaktivistin, Witwe des KPD-Abgeordneten Hans Beimler
Im hier gezeigten Ausschnitt erinnert sich Centa Herker-Beimler, wie rasch die Kommunisten nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten untertauchen mussten. Obwohl ihr Mann Hans Beimler bei der Reichstagswahl am 05.03.1933 als KPD-Kandidat 60.000 Stimmen erhielt, durfte er sein Mandat nicht antreten. (nur Ton)
Kreszenz (Centa) Herker-Beimler Widerstandsaktivistin, Witwe des KPD-Abgeordneten Hans Beimler
Im hier gezeigten Ausschnitt beschreibt Centa Herker-Beimler, wie Hans Beimler und sie sich nach der nur noch "halbfreien" Reichstagswahl 1933 in einer Gartenlaubenkolonie im Münchner Süden versteckten und dort illegale Schriften vervielfältigten und verteilten. (nur Ton)
Kreszenz (Centa) Herker-Beimler Widerstandsaktivistin, Witwe des KPD-Abgeordneten Hans Beimler
Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Centa Herker-Beimler, wie sie auf die Verhaftung ihres Mannes Hans Beimler am 11.04.1933 reagierte. (nur Ton)