Zeitzeugen berichten

Klaus Münch Gastwirt des Gasthauses Zum Schwan in Sommerach

Signatur
zz-1937.04
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2019

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Klaus Münch über die besondere Geschmacksrichtung des fränkischen Weins, die große Vielfalt der Rebsorten, die individuellen Vorlieben bei der Wahl des Weins sowie über die großen Weinlagen im Gebiet des Maindreiecks.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Klaus Münch, aufgenommen am 27.07.2019 in Sommerach, über seine Ausbildung zum Landwirt, die Übernahme des Gasthauses Zum Schwan in Sommerach, die Einrichtung des Gasthauses, die Vorteile eines Familienbetriebes, die Gestaltung der Speisenkarte, die Besonderheiten des fränkischen Weins, die gestiegenen Ansprüche der Gäste an die Wirtshäuser sowie über die Herausforderungen bei der Leitung einer Gaststätte.

Biogramm

Klaus Münch wurde 1961 geboren und hat nach der Schulausbildung eine dreijährige Lehrzeit als Landwirt absolviert. Anschließend übernahm er den elterlichen Bauernhof in Dimbach und schloss seine Ausbildung als staatlich geprüfter Landwirt ab. Aufgrund der Einschränkungen des landwirtschaftlichen Betriebs durch Vorgaben der Europäischen Union entschloss sich Klaus Münch zusammen mit seiner Frau, der Winzerin Ruth Münch, eine Pension in Sommerach aufzubauen. Er erwarb 2004 den traditionsreichen Gasthof Zum Schwan und ließ diesen durch einen Pächter betreiben. 2008 übernahm Klaus Münch den Gasthof selbst. Der Familienbetrieb erweiterte sich später um das Weingut Münch, das von seinem Sohn Andreas Münch geleitet wird.

Inhalte

Geboren 1961 – Jugend- und Ausbildungszeit – Meisterprüfung zum Landwirt – Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebs – Einschränkungen durch landwirtschaftliche Vorgaben der Europäischen Union – Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebes – Bau einer Pension in Sommerach 2002 – Erwerb und Verpachtung des Gasthauses Zum Schwan 2004 – Eigenverantwortliche Übernahme des Gasthauses 2008 – Geschichte des Gasthauses Zum Schwan – Rolle des Gasthofs in der unterfränkisch-bayerischen Revolutionsbewegung von 1832 – Räumlichkeiten und Einrichtung der Gaststätte – Historische Verzierungen und Kunstwerke des Hauses – Herausforderungen beim Betrieb des Gasthauses – Problematik des Personalmangels – Erhöhte Arbeitsbelastung der Gastwirte – Engagement der Kinder im elterlichen Betrieb – Bürokratische Hürden bei der Leitung des Gasthauses – Bedeutung des Wander- und Radtourismus – Besuche des Gasthauses durch Vereine und Jugendliche – Zusammensetzung der Speisenkarte – Saisonale und regionale Gestaltung der angebotenen Gerichte – Planung der benötigten Menge an Zutaten – Stellung des fränkischen Weines in der deutschen Weinkultur – Kompetenz der fränkischen Nachwuchswinzer – Geschmacksrichtung der fränkischen Weine – Rebsorten in Unterfranken – Berühmte Weinlagen Unterfrankens – Kategorisierung der angebotenen Weine – Aufwand bei der Pflege der Weinberge – Verarbeitungsprozess der geernteten Trauben – Bedeutung der Gründung der ersten Winzergenossenschaft Frankens in Sommerach 1901 – Entwicklung der herausgehobenen Stellung des fränkischen Weins seit den 1960er-Jahren – Zusammenhang von Wein und Lebensart in Franken – Funktion des Gastwirts als Ratgeber – Weinfeste in Sommerach – Auswirkungen des veränderten Freizeitverhaltens auf die Besucherzahlen der Wirtshäuser – Winteröffnungszeiten des Gasthauses Zum Schwan – Verhältnis zwischen den einzelnen Weinorten in Franken – Schwierigkeiten bei der Leitung des Gasthauses Zum Schwan – Risiken bei der Übernahme des Gasthofes – Vorteile eines Familienbetriebes – Ursachen des Wirtshaussterbens in Bayern – Kulturelle und soziale Funktionen der Gasthäuser – Soziale Kompetenzen der Wirtinnen und Wirte – Steigende Ansprüche der Gäste – Verhältnis der Gäste zu den Bedienungen – Mangelnder Bezug der Menschen zur Natur – Typischer Tagesablauf innerhalb des Gasthauses Zum Schwan – Veränderungen innerhalb der fränkischen Gastronomie im Laufe der letzten Jahrzehnte – Gesellschaftliches Leben in Sommerach – Infrastrukturplanungen in Sommerach – Zusammenarbeit der Einwohner des Ortes – Zukünftige Übernahme des Gasthofes durch die jüngere Generation – Persönliche Bedeutung des Begriffs Heimat – Stellenwert des Tourismus in Sommerach – Zukunftsaussichten für die Entwicklung des Fremdenverkehrs.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
02:00 h
Aufnahmedatum:
29.07.2019
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.