Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Klaus Wolfermann, wie er bei den Olympischen Spielen in München 1972 mit zwei Zentimetern Vorsprung den Sieg im Speerwerfen gegen den Favoriten Janis Lusis erzielte.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Thematisches Zeitzeugeninterview mit Klaus Wolfermann, geführt am 06.10.2010 in München, über die Olympischen Spiele 1972 in München, seine Vorbereitung darauf, die Atmosphäre, seinen Wettkampf, den palästinensischen Terroranschlag auf die israelische Mannschaft und die olympische Idee.
Biogramm
Klaus Wolfermann wurde 1946 in Altdorf bei Nürnberg geboren. Als Speerwerfer nahm er an den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko sowie 1972 in München teil, wo er mit zwei Zentimeter Vorsprung zum zweitplatzierten großen Favoriten Janis Lusis sensationell die Goldmedaille gewann. Zwischen 1969 und 1974 errang er sechsmal den Titel des Deutschen Meisters im Speerwurf und stellte einen Weltrekord auf. 1972 und 1973 wurde er in der Bundesrepublik zum Sportler des Jahres und 1972 auch zum Sportler Europas gewählt. Im Jahr 2000 erhielt er den Titel des Deutschen Speerwerfers des Jahrhunderts. 2004 trug er als Fackelläufer das Olympische Feuer durch München. 2024 ist Klaus Wolfermann in Penzberg verstorben.
Inhalte
Olympische Spiele 1972 in München – für Wolfermann Olympische Spiele 1968 in Mexiko als Impulsgeber – jahrelanges, exakt geplantes Training – mentales Training – täglich 4/5 Stunden Training – Speerwurftechnik – Janis Lusis als Vorbild – Vorbereitung auf den Wettkampf – Erwartungen und Voraussagen: Wolfermann als Medaillenhoffnung – Favorit: Janis Lusis – neuer Olympischer Rekord mit 90,48 m – Reaktion von Lusis – Fehler von Lusis beim Abwurf: Wolfermann Sieger – Kommunikation mit dem Trainer – Sieg als „glückliches Schockerlebnis“ – Tätigkeit als Sportlehrer in der Gemeinde Burgkirchen/Gendorf – jahrelange Verletzungsfreiheit als Vorteil – Vorbereitungen für Olympia 1972: Hanteltraining, Zugübungen, Waldläufe, turnerische Übungen – Ernährungsplan – Atmosphäre in München 1972 – "heitere Spiele" – Olympische Spiele als Höhepunkt in einer Sportlerkarriere – gerechtes Publikum – Gemeinschaft innerhalb der Speerwerfer – Erscheinungsbild der Spiele: Sportpiktogramme, Plakate, Farben – Piktogramme als Richtwert für spätere Spiele – Einmarsch ins Stadion – Blacky Fuchsberger – Einbeziehung kultureller Aktivitäten, Betreuungsprogramm – Befürwortung der Spiele 2018 in München – Terroranschlag – Avery Brundage: Entscheidung zur Fortführung der Spiele – Nach den Olympischen Spielen Weltrekord mit 94,08 m – Europacupsieg – 1976 Absage der Teilnahme an den Spielen in Montreal wegen einer Ellbogenverletzung – Miklos Nemeth – Auszeichnung zum „Deutschen Speerwerfer des Jahrhunderts“ – Unterschied zwischen den Spielen damals und heute: früher Athlet im Mittelpunkt, heute Kommerz – Unterstützung der Familie – Goldmedaille als größter Erfolg im sportlichen Leben – Heide Rosendahl – Ulrike Meyfahrt – FC Olympia.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.