Roman Sladek spricht über die Erfahrungen, die er als Bandleader der Jazzrausch Bigband machen konnte, die Faszination am gemeinsamen Musizieren in großen Gruppen und den Anspruch, möglichst viele Menschen mit der eigenen Musik zu erreichen.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Journalistisches Zeitzeugeninterview mit Roman Sladek, geführt am 21.12.2024 in München, über den Kontakt zur Musik während seiner Schulzeit, seine Identifikation mit der Heavy Metal-Szene, sein Posaune-Studium an der Hochschule für Musik und Theater München, die Anfänge, Organisation und Philosophie der Jazzrausch Bigband, die Leitung und das kulturelle Angebot des Bergson Kunstkraftwerks, die wandelbare Akustik des „Elektra-Tonquartiers“ sowie über seine Erwartungen an die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“ 2026 in Freyung-Grafenau.
Biogramm
Roman Sladek wurde 1989 in Roth bei Nürnberg geboren und wuchs in Niederbayern auf. Nach dem Abitur am musischen St. Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich studierte er an der „Hochschule für Musik und Theater München“ Posaune. Anschließend und parallel zu zahlreichen Auftritten und Konzerten widmete sich der junge Posaunist dem Studium des Kultur- und Musikmanagements. Mit Kommilitonen gründete Sladek 2014 die „Jazzrausch Bigband“. In elf Jahren veröffentlichte er mit seiner Kultband zwischen Techno und Jazz 13 Alben. Rechtzeitig zum zehnten Jahrestag der Band eröffnete im April 2024 das „Bergson Kunstkraftwerk“. Die Idee hierzu hatte Roman Sladek gemeinsam mit einem Privatunternehmer entwickelt und realisiert. Mit der Eröffnung des denkmalgeschützten Areals im Westen der bayerischen Landeshauptstadt übernahm der Jazzmusiker und Musikmanager einerseits die künstlerische Leitung, andererseits die Gesamtgeschäftsführung des „Bergson“ – einem gastro-kulturellen Ensemble aus Restaurant, Café, Biergarten, Jazzkeller, Galerie und dem Konzertsaal „Elektra Tonquartier“. In Roman Sladeks Verantwortung ruhen nicht nur die Planung der Kunst- und Literaturveranstaltungen, sondern auch die Gastronomie und die Verantwortung für ein Team aus knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Inhalte
Geboren 1989 – Kontakt mit Musik in Kindheit und Jugend – Erwartungen der Eltern an sein Musizieren – Persönliche Arbeitseinstellung – Schulzeit in Niederbayern – Schlagzeuger in einer Heavy Metal Band – Gründung einer Schul-Bigband am St.-Gotthard Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich – Plädoyer für das Erlernen eines Musikinstruments – Drogenkonsum in der Musikszene – Vorteile des gemeinsamen Musizierens in Bands – Aufwachsen im katholischen Niederalteich – Identitäten und Zugehörigkeiten – Auftritte auf dem Oktoberfest – Identifikation mit der Metal- und Jazz-Szene – Bayerische Metal-Szene – Zugang zur Posaune – Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater München – Posaunenstudium in München – Gründung der Band „AirCrush“ – Jazzsessions im Club „Rausch & Töchter“ – Gründung und Philosophie der „Jazzrausch Bigband“ – Techno-Jazz der Jazzrausch Bigband – Organisationsarbeit als Bandleader – Wirtschaftlichkeit einer Bigband – Auftritte der Jazzrausch Bigband im „Cord Club“ und im Club „Harry Klein“ – Wechselndes Techno-Jazz-Programm im „Harry Klein“ – Etablierung und Selbstfindung der Jazzrausch Bigband durch das Auftreten im „Harry Klein“ – Einnahmen durch Konzerte – Bedeutung und Wirtschaftlichkeit von CD-Produktionen – Anpassung des Programms an das Publikum – Kommunikation mit dem Publikum – Begeisterung des Publikums als Ziel – Anspruch einer intellektuellen und energetisierenden Performance – Hierarchien und Aufgabenverteilung in der Jazzrausch Bigband – Wertschätzung guter Konzertorganisation – Beteiligung der Band am Konzertaufbau – Besetzung der Jazzrausch Bigband und Beteiligung an anderen Projekten – Leonhard Kuhn als Hauptkomponist der Jazzrausch Bigband – Ablehnung von Vorbildern – Kauf des ehemaligen Aubinger Heizwerks durch die Allguth GmbH und Umgestaltung zum Veranstaltungszentrum „Bergson Kunstkraftwerk“ – Einstieg Sladeks als künstlerischer Berater während des Bauprozesses – eigene Ziele als Geschäftsführer des Bergsons – Kulturelles Angebot und Mitarbeiter des Bergsons – Wandelbare Akustik im Bergson Konzertsaal „Elektra-Tonquartier“ – Work-Life-Balance – Persönlicher Musikkonsum – Zeitgenössische Kunst im Bergson – Erwartungen an die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“ 2026 in Freyung-Grafenau – Zukunftswünsche.
Daten
Interview: Dr. Michael Bauer
Kamera: Thomas Rothneiger