In diesem Ausschnitt geht Josef Menzl auf die verschiedenen Besetzungen seiner Kapelle ein. Zudem beschreibt er, wie ihn seine zwei musikalischen Vorbilder Otto Ebner und Alfons Pemmerl geprägt haben.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Journalistisches Zeitzeugeninterview mit Josef Menzl, geführt am 30.11.2024 in Egling, über die von ihm geleitete Kapelle Josef Menzl, sein Verständnis von „aufmüpfiger“ bayerischer Volksmusik, seine Einstellung zur katholischen Kirche und zur heutigen Trachtenkultur in Bayern sowie über seinen Einsatz für mehr bayerische Blasmusik auf bayerischen Volksfesten.
Biogramm
Josef Menzl wurde 1973 in Regensburg geboren. Er erhielt von 1983 bis 1988 Klarinettenunterricht bei Erwin Hackl und war Mitglied im Jugendblasorchester Islinger Dorfmusik Regensburg. Er selbst brachte sich Saxofon, Gitarre und Tuba sowie Harmonielehre, Notensatz und Arrangieren bei. Ab 1989 arbeitete er als bayerischer Finanzbeamter. Von 1990 an wirkte er in diversen Regensburger Bands (Rockabily, Big Band, Soul). 1995 war er Mitbegründer der Kapelle Josef Menzl.
Inhalte
Geboren 1973 – Namensgebung der Kapelle Josef Menzl, der Spider Murphy Gang und der Biermösl Blosn – Auftritte der Kapelle Josef Menzl – Besetzung der Kapelle – Bewunderung für Otto Ebner als Pionier der bayerischen Volksmusik – Dankbarkeit für authentische Archivaufnahmen von bayerischer Volksmusik – Unterschied zwischen Volksmusik und volkstümlicher Musik – Tradition des „aufmüpfigen Bayerns“ in der Volksmusik – Befürwortung einer modernen katholischen Kirche in Bayern – Auftritt mit Kindern aus Uganda in der Emmeramskirche in Regensburg – Bayerische Lebensart – Rolle des Publikums bei Auftritten – Wandel in der bayerischen Wirtshauskultur – Wertschätzung für bayerische Küche – Einstellung zu Veganismus und unbewusstem Fleischkonsum – Besonderheit der bayerischen Volksmusik – Auftrittseinschränkungen durch die GEMA – Kritik an Kürzungen von Musik-, Werk- und Sportunterricht – Eigene Interpretation von „A Whiter Shade of Pale“ und Innovationen in der Musik – Gemeinsamer Auftritt mit Haindling am Straubinger Gäubodenfest – Faszination des multikulturellen Musizierens – Auf das Handy als Abspielmedium abgestimmte Musikproduktion – Moderne Trachtenkultur – Plädoyer für gemeinschaftsfördernde Vereine – Auswahl junger Aushilfsmusiker für die Kapelle Josef Menzl – Unterschiedliches Publikum je nach Ort und Region – Aufwachsen mit bayerischer Volksmusik und Lebensart – Frühe musikalische Vorbilder – Erster Auftritt in der Regensburger Kneipe „Wirtschaftswunder“ – Interesse an verschiedenen Instrumenten und Musikrichtungen – Gründung der Kapelle Josef Menzl 1995 – Steirer Buam als musikalische Idole – Anekdote zu einem frühen Auftritt in London – Charakterisierung des Auer Bräu-Wirts Heinz Mierswa – Auftritte im Auer Bräu in Regensburg – Auftritte beim Oktoberfest – Plädoyer für mehr Blasmusik auf dem Münchner Oktoberfest – Appell für mehr bayerische Volksmusik auf dem Gäubodenfest in Straubing – Öffentliche Kritik am Aussterben der Blasmusik auf Volksfesten – Anekdote zum Erfolg der Kapelle Josef Menzl mit Blasmusik auf dem Gäubodenfest – Programm der Kapelle Josef Menzl – Auftritte im Restaurant Orphée in Regensburg – Anekdote zu einem Auftritt mit einer französischen Manouches-Swing-Band – Nötige Fähigkeiten als Blaskapellmeister – Austausch mit anderen Blasmusikkapellen auf Festivals – Auftritt in einem Bordell – Abneigung gegen das Spielen diskriminierender Musik – Einnahmen durch Tonträger, Streaming und Konzerte – Hoffnung auf einen gemeinsamen Auftritt mit den Biermösl Blosn.
Daten
Interview: Dr. Michael Bauer
Kamera: Thomas Rothneiger