Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Alexander Huber über die Faszination am Bergsteigen, den Wandel in der Einstellung zum Bergsteigen über Generationen und den Einstieg der „Huberbuam“ in die Welt des Sportkletterns.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Thematisches Zeitzeugeninterview mit Alexander Huber, aufgenommen am 21.09.2016 in Marktschellenberg, über seine elterliche Prägung, den Beginn der Karriere im Extremklettern der „Huberbuam“, die Faszination am Bergsteigen, die Seilschaft mit seinem Bruder Thomas, die Voraussetzungen für eine Profikarriere im Sportklettern, bezwungene Routen, das Free-Solo-Klettern, das Speed-Klettern und die ethische Dimension des Bergsteigens.
Biogramm
Alexander Huber wurde am 30.12.1968 in Trostberg geboren und ist bekannt als Profibergsteiger und Extremkletterer. Er und sein älterer Bruder Thomas Huber machten sich als „Huberbuam“ einen Namen als Extremkletterer. Alexander Huber ist zudem seit 1992 staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und seit 1997 diplomierter Physiker. Seitdem widmet er sich ganz dem Extremalpinismus und zählt inzwischen weltweit zu den erfolgreichsten Allroundbergsteigern (Bergsteigen, Alpinklettern, Sportklettern, Eisklettern, Free Solo). Der mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Dokumentarfilm „Am Limit“ von 2007 folgt den Brüdern im kalifornischen Yosemite-Valley bei ihrer Leidenschaft, dem Speedklettern. 2008 erhielt Huber den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Botschafter des bayerischen Sports“ und 2010 die Bayerische Staatsmedaille für sein Engagement im Verein „Ich will da rauf! e.V“.
Inhalte
Geboren 1968 – Prägung der Brüder durch „bergbegeisterte Eltern“ – Beginn der Karriere im Extremklettern – Leidenschaft für extremeres Bergsteigen – Beginn der Seilschaft der „Huberbuam“ 1983 gemeinsam mit Bruder Thomas – Vater als Vorbild beim Bergsteigen – Das Wichtigste am Bergsteigen – Vorbilder beim Bergsteigen: Hermann Buhl, Reinhold Messner, Reinhard Kahl – Erste Klettergebiete – Berchtesgadener Alpen – Der Wilde Kaiser – Voraussetzungen für Bergsteiger-Karriere – Vorteile der langjährigen Seilschaft – Aufwachsen in der Landwirtschaft – Klettergarten auf dem Heuboden – Inspiration zum gezielten Training durch Wolfgang Güllich und Kurt Albert – Faszination am Bergsteigen – Wandel der Einstellung zum Bergsteigen über Generationen – Anfängliche Trainingsbedingungen – Einstieg in die Welt des Sportkletterns – Erste große Touren als Sportkletterer – Hot-Spot der lokalen Kletterszene: Klettergebiet Karlstein bei Bad Reichenhall – Trainingsmöglichkeiten für das Sportklettern – Physische Voraussetzungen für eine Profikarriere im Sportklettern – Mentale Voraussetzungen – Abenteuer „große Berge“ – Charakter eines Bergsteigers – Grundlegender Reiz am Bergsteigen: „Auseinandersetzung mit der Gefahr“ – Der 11. Schwierigkeitsgrad – Einführung der Route Action Directe in der Fränkischen Schweiz durch Wolfgang Güllich 1991 – Einführung der Route Om im Berchtesgadener Land durch Alexander Huber 1992 – Erstbegehung der Weißen Rose am Wilden Kaiser durch Alexander Huber 1994 – Namensgebung „Weiße Rose“ – Ehrfurcht vor der gleichnamigen Widerstandsgruppe in der NS-Zeit – Entwicklung des modernen Sportkletterns – Free-Solo-Klettern, Bergsteigen ohne künstliche Hilfsmittel – „Die unmittelbare Auseinandersetzung zwischen Mensch und Bergen“ – Vorbereitungspensum für Free-Solo-Klettern – Erarbeiten der notwendigen mentalen Stärke – Bedeutung der Angst beim Klettern – Faszination des Free-Solo-Kletterns – Ausrüstung beim Free-Solo-Klettern – Speed-Klettern – Begehung der Kletterroute ‚the Nose‘ am El Capitan im Yosemite-Tal in Kalifornien (USA) in der Mitte der 2000er-Jahre – Unterschied zwischen dem normalen Klettern und dem Speed-Klettern – Auseinandersetzung mit der Speed-Kletterszene in Amerika – Rekord im Speed-Klettern auf der Kletterroute ‚the Nose‘ am El Capitan im Yosemite-Tal in Kalifornien (USA) – Bayerischer Filmpreis und Deutscher Kamerapreis für den Film „Am Limit“ und Bayerischer Sportpreis für das Erreichen des Rekordes – Eintrag im persönlichen „Buch der Erinnerungen“ – Vorbereitung des Rekordversuchs – Gefährlichkeit des Speed-Kletterns – Verletzung während der Vorbereitung des Rekordversuchs – Zusammenspiel von rationaler und emotionaler Ebene beim Klettern – Wandel der Seilschaft der Brüder im Laufe der Jahre – Dauerhafte Freude am Bergsteigen – Stellung der Eltern zum extremen Klettern der Söhne – Bergsteigen als eine Metapher fürs Leben – Die ethische Dimension des Bergsteigens – Bergsteigen aus kulturhistorischer Sicht – Verpflichtung des Alpenvereins – Meinung zum Massentourismus in den Bergen – Bedeutung des Alpenvereins und der Naturschutzverbände – Persönliches Bild von Bayern – Echte bayerische Lebensart – Kernkraftgegner – Klimawandel – Heimat – Bild von Bayern im Ausland.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.