Zeitzeugen berichten

Claudia Flügel-Eber Perlbeutelstrickerin

Signatur
zz-2036.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2013

Claudia Flügel-Eber beschreibt, wie sie 2013 in der Regensburger Altstadt ein Geschäft mit angeschlossenem Café, Museum und Werkstatt eröffnete.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Claudia Flügel-Eber, aufgenommen am 24.08.2020 in Regensburg, über ihren Weg zur Perlbeutelstrickerin, die Geschichte des Perlbeutelstrickens seit dem 19. Jahrhundert, den Herstellungsprozess eines Perlbeutels, die Herkunft und Sammlung der verwendeten Materialien und Werkzeuge, den von ihr 2013 eröffneten Laden „Carakess“ mit integriertem Café und Museum in der Regensburger Altstadt, den Kundenkreis und die Beziehung zur Kundschaft, die Reparatur von Perlbeuteln und das Meditative am Perlbeutelstricken.

Biogramm

Claudia Flügel-Eber wurde 1972 in Thumsenreuth in der Nähe von Tirschenreuth geboren. Schon im Alter von neun Jahren hat sie angefangen, Schmuck aus kleinen Glasperlen herzustellen. Nach der Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau und Steuerfachgehilfin. Zufallsfunde auf dem Flohmarkt haben Claudia Flügel-Eber dann dazu gebracht, sich näher mit dem Handwerk des Perlbeutelstrickens zu beschäftigen. Nach historischen Vorlagen stellt sie Perlbeutel in ihrem 2013 eröffneten Laden „Carakess“ in Regensburg her. Dort hat sie auch ein kleines Perlbeutelmuseum eingerichtet und die Kunden können bei einer Tasse Kaffee diese Unikate betrachten und auch ihre Wünsche für einen eigenen Perlbeutel einbringen.

Inhalte

Geboren 1972 – Ausbildung zur Hotelfachfrau und Steuerfachgehilfin – Faszination für Handarbeit und selbstgemachten Schmuck seit der Kindheit – Flohmarktfund als Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit Perlbeuteln – Beschreibung eines Perlbeutels – Geschichte des Perlbeutelstrickens seit dem 19. Jahrhundert – Perlbeutelstricken als Einkommensquelle im 19. Jahrhundert – Funktion der Perlbeutel – Erfindung des Perlwebstuhls durch Bruno Schneider 1886 – Sammlung von Material zu Perlbeuteln durch Zeitschriftenannonce – Eigener Laden „Carakess“ mit Café und Schauraum in Regensburg seit 2013 – Einrichtung des Geschäfts – Namensfindung – Benötigte Werkzeuge für das Perlbeutelstricken – Herstellungsprozess eines Perlbeutels – Dauer der Anfertigung eines Perlbeutels – Vielfältige kreative Gestaltungsmöglichkeiten – Herkunft und Art der verwendeten Materialien – Herausforderungen beim Perlbeutelstricken – Perlbeutelstricken als Meditation – Verschiedene Inspirationsquellen für die Motive der Beutel – Berücksichtigung der Kundenwünsche bei der Gestaltung der Perlbeutel – Kundenstamm – Reaktionen von Touristen auf den Laden „Carakess“ – Einzigartigkeit und Vorteile der von Hand gefertigten Perlbeutel – Zusammenstellung und Verkauf von Perlbeutelstricksets – Wertschätzung der hergestellten Unikate – Anpassung der Perlbeutel an jeweilige Moden in der Geschichte – Möglichkeiten zur Bestimmung des Alters und der Machart eines Perlbeutels – Blütezeiten des Perlbeutels im 19. und 20. Jahrhundert – Soziale Herkunft der Perlbeutelträgerinnen – Erweiterung des eigenen Erfahrungs- und Ideenschatzes durch die Reparatur von alten Perlbeuteln – Herstellung der Glasperlen in früheren Zeiten – Besondere Herausforderungen bei der Materialbeschaffung für die Reparatur historischer Perlbeutel – Tradierung des Handwerks des Perlbeutelstrickens durch Kurse – Anpassung des Handwerks an die heutige Zeit – Voraussetzungen und erforderliche Eigenschaften für Erfolg beim Perlbeutelstricken – Konzept von „Carakess“ – Verschiedenste Ausstellungsobjekte und Warenangebote – Preise der selbstgemachten Unikate – Kundenberatung – Erklärung des Ladens für Besucher und Kunden – „Carakess“ als Ergänzung zum Museum der Bayerischen Geschichte – Kundenkreis und Kundenbeziehung – Begeisterung für das Perlbeutelstricken bei der Kundschaft und der Zeitzeugin.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
24.08.2020
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.