In diesem Ausschnitt erklärt Prof. Dr. Jasmin Riedl, wie über verschiedene Social Media-Plattformen rechte Propaganda in verschiedenen Altersgruppen und auch außerhalb des digitalen Raums verbreitet wird.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Journalistisches Zeitzeugeninterview mit Prof. Dr. Jasmin Riedl, geführt am 11.04.2025 in Neubiberg, über die Erforschung der digitalen politischen Öffentlichkeit im Forschungsprojekt SPARTA, die Dominanz von Rechtsextremismus und Populismus in den Sozialen Medien, die Social Media-Auftritte von Parteien zur Bundestagswahl 2025, die Notwendigkeit der Vermittlung von Medienkompetenzen, die heutige Informationsbeschaffung über digitale Medien sowie über ihre Lehre von Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München.
Biogramm
Geboren wurde Prof. Dr. Jasmin Riedl 1980 in Köln. 2007 erlangte sie den Magister in Politikwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte und Philosophie an der Universität Köln. Anschließend wurde sie 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) an der Professur für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Seit 2012 ist Riedl Mitglied des Forschungszentrums RISK – Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt. Nach ihrer Promotion 2014 schloss sie 2017 ihre Habilitation an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München ab. 2019 übernahm Prof. Dr. Jasmin Riedl die Professur für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München. In ihrer Forschung verbindet sie politikwissenschaftliche Ansätze mit Methoden aus der Informatik. Sie arbeitet zu politischem Wettbewerb, gesellschaftlicher und politischer Polarisierung sowie Radikalisierung. Ein besonderer Fokus liegt auf (digitaler) politischer Gewalt und Strategien zur Delegitimierung politischer Institutionen und Akteure im Kontext von Wahlen, wie z.B. Desinformation.
Inhalte
Geboren 1980 – Vorsprung populistischer Rechtsaußenparteien in den Sozialen Medien – Social-Media-Präsenz der Parteien im Bundestagswahlkampf 2025 – Namensgebung des Forschungsprojekts SPARTA – Ziele und Methoden von SPARTA – Organisation rechtsextremer Jugendgruppen im digitalen Raum – Verbindung von Freizeit-Inhalten mit rechtsextremer Ideologie in den Sozialen Medien – Vermischung von migrantenfeindlichen, autoritären und esoterischen Ideen – Zielgruppen verschiedenen Alters auf unterschiedlichen Social Media-Plattformen – Weitgreifende Verbreitung rechtsextremer Ideologien durch Social Media – Dominanz migrationsfeindlicher, EU-skeptischer und rechtsextremer Positionen auf TikTok zur Europäischen Parlamentswahl 2024 – Social-Media-Präsenz der Linken während der Bundestagswahl 2025 – Bevorteilung von Rechtsaußen-Positionen durch Social Media-Algorithmen – Dominanz populistischer Rhetorik in den Sozialen Medien – Gesunkene Aufmerksamkeitsspanne – Emotionalisierung der Gesellschaft heute und früher – Handynutzung der eigenen Tochter – Plädoyer für die Vermittlung von Medienkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen – Radikalisierungsprozesse durch das soziale und digitale Umfeld – Ermöglichung von Forschung mit digitalen Daten als Ausgangspunkt von SPARTA – Forschen mit SPARTA – Wahlkampfanalysen bei SPARTA – Analyse der gesellschaftlichen Polarisierung und von Hassrede – SPARTA-Projekt zur Analyse von Desinformationskampagnen – Gründe für die Dominanz der AfD in den Sozialen Medien – Migrationspolitische Instrumentalisierung von Attentaten – Videoproduktionen für die Social Media-Auftritte von Parteien – Kosten des digitalen Wahlkampfs – SPARTA-Forschungsprojekte zu politischen Netzwerken, Polarisierung und Desinformationskampagnen – Kritik an der Repräsentation der Gesellschaft im Bundestag – Gedanken zur Informationsvermittlung auf Social Media – Informationskonsum der heutigen Gesellschaft – Plädoyer für die gesamtgesellschaftliche Vermittlung von Medienkompetenzen – Fortschritte in der Digitalisierungs- und Bildungspolitik – Lehre von Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München mit Exkursen zu digitaler Sicherheit – Verpflichtendes Studium für Berufssoldaten – Akademisches Angebot für Berufssoldaten – Plädoyer für das Ernstnehmen der Gefahr durch hybride Kriegsführung im digitalen Bereich – Politische Forderungen der Initiative für einen handlungsfähigen Staat.
Daten
Interview: Dr. Michael Bauer
Kamera: Thomas Rothneiger