Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Karl Steininger über die Aufgaben und Ziele der Bayerischen Gebirgsschützen, die Bedeutung des Begriffs „wehrhaftes Brauchtum“ und die Montur der Gebirgsschützen.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Karl Steininger, aufgenommen am 31.05.2016 in Kleinpienzenau, über die Aufgaben und Ziele der Bayerischen Gebirgsschützen, die Bedeutung des Aufstandes von 1705, die Auftritte der Gebirgsschützen bei Staatsempfängen, die Alpenregion der Schützen, die Kiem-Pauli-Stiftung, das Bild der Gebirgsschützen in der Öffentlichkeit und den Gedenktag am 24. Dezember.
Biogramm
Karl Steininger wurde am 14.07.1939 in Thalham geboren, war Landwirt und Gastwirt in Kleinpienzenau und absolvierte eine Banklehre. Bis zu seinem Renteneintritt war er Vorstand einer Bank. Seit 1991 ist Karl Steininger Mitglied in der Landeshauptmannschaft der Bayerischen Gebirgsschützen, war Schatzmeister der Gebirgsschützen und ist seit 1994 deren Landeshauptmann.
Inhalte
Geboren 1939 – Beruflicher Werdegang: Landwirt, Gastwirt, Banklehre, Bankvorstand – Ziel der Gebirgsschützen – Rolle des christlichen Glaubens – Geschichte der Bayerischen Gebirgsschützen – Verbot der Bayerischen Gebirgsschützen im Zweiten Weltkrieg – Gründung des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen 1951 – Bataillone und Kompanien des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen – Mitgliederzahlen der Gebirgsschützen – Jeweils amtierender Bayerischer Ministerpräsident als Schirmherr des Bundes – Aufgaben und Ziele der Bayerischen Gebirgsschützen – Bedeutung des Begriffs „wehrhaftes Brauchtum“ – Das Gewand (Montur) der Gebirgsschützen – Die Waffen der Gebirgsschützen – Hintergrund der Waffen bei den Gebirgsschützen – Bedeutung des Jahres 1705 für die Gebirgsschützen (Landesweiter Aufstand, „Sendlinger Mordnacht“/„Mord-Weihnacht“) – Die Figur „der Schmied von Kochel“ – Auflösung der Gebirgsschützen als staatliche Organisation ca. 1870 – Weiterbestehen einiger Kompanien („Antlas-Schützen“) – Teilnahme an Staatsempfängen – Verbindung der Bayerischen Gebirgsschützen zum Hause Wittelsbach – Organisation und den Ablauf der Teilnahme der Gebirgsschützen bei staatlichen Anlässen – Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck in Miesbach – Klare Regeln für die Teilnahme an kirchlichen und staatlichen Anlässen – Streitpunkt: Waffen bei öffentlichen Anlässen – 500 Gebirgsschützen in Rom bei der Schützenwallfahrt – Erlaubnis des Papstes zur Mitnahme der Waffen und Musikinstrumente in den Petersdom – Sicherheitsvorkehrungen beim Empfang des amerikanischen Staatspräsidenten Barack Obama am Flughafen (G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2015) – Empfang des amerikanischen Staatspräsidenten durch Gebirgsschützen am Flughafen in München – Begrüßung weiterer Staatsvertreter im Rahmen des G7-Gipfels am Flughafen – Besuch von Papst Benedikt XVI. in München 2006 – Werdegang bei den Gebirgsschützen: Landeshauptmann seit 1994, davor Schatzmeister beim Bund der Bayerischen Gebirgsschützen – Ehrenkompanie der Gebirgsschützen beim Besuch des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, beim Ministerpräsidenten Stoiber – Schirmherrschaft des jeweiligen Bayerischen Ministerpräsidenten bei den Gebirgsschützen – Ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber als aktives Mitglied in Wolfratshausen – Gebirgsschützen-Kopfbedeckung des ehemaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß – Bedeutung der Bundesversammlung der Gebirgsschützen – Eigenständigkeit der Kompagnien – Parteipolitische Betätigung und Mitgliedschaft bei den Gebirgsschützen – Bedeutung und Organisation des Patronatstags im Gebirgsschützenjahr – Bedeutung der Schießveranstaltungen – Schießveranstaltungen im Gebirgsschützenjahr – Gesetzliche Regelungen zum Waffenbesitz bei den Gebirgsschützen – Gründung der Alpenregion der Schützen 1975 – Organisation und Hintergründe der Alpenregion der Schützen – Alpenregionstreffen mit ca. 7.000-8.000 Schützen – Problem bei Alpenregion der Schützen: Keine Anerkennung des europäischen Feuerwaffenpasses durch Italien – Sondervereinbarung zwischen Bayern und Tirol – Keine Genehmigung zum Tragen von Waffen in Südtirol – Ausstellung „Einst Feinde, heute Freunde“ von 2001 bis 2003 in der Alpenregion zusammen mit dem Haus der Bayerischen Geschichte (HdBG) als Meilenstein – Historisches Verhältnis der Bayern zu Tirol – Kämpfe am Berg Isel 1809 – Andreas Hofer als Held der Tiroler – Wende des Verhältnis der Bayern zu Tirol in den 1950er-Jahren – Einheit in den Kriegsjahren des Ersten und Zweiten Weltkrieges – „Keine Neugründungen, sondern nur Wiedergründungen“ in der Geschichte der Bayerischen Gebirgsschützen – Ausmaß der Kompagnien: 47 Kompanien zwischen Reichenhall und Garmisch, an der Alpenkette, zur Verteidigung der Landesgrenzen – Unterstützung durch Dr. Treml, Dr. Kirmeier und Dr. Wolf vom Haus der Bayerischen Geschichte bei der Ausstellung – Aufwand der Ausstellung – Verhältnis der Gebirgsschützen zur Bundeswehr – Einbindung der Gebirgsschützen bei Bundeswehrveranstaltungen – Kein Einsatz der Gebirgsschützen zur Landesverteidigung 1919 – Voraussetzungen zur Mitgliedschaft bei den Gebirgsschützen – Feste Grundsätze – Evangelischer und katholischer Glaube – Mitgliedschaften von Heimatvertriebenen nach 1945 – Veränderungen im Bund in den letzten 40 Jahren – Aufgabe und Mitgliedschaft der Marketenderinnen bei den Gebirgsschützen – Schützenliesel – Tracht der Marketenderinnen – Gründung der Kiem-Pauli-Stiftung 1953 in Rottach-Egern – Stiftung „für den Erhalt des alpenländischen Volksliedes, für Musiker, Musikanten, Sänger und Sängerinnen und auch Förderer“ – Verdienst des Karl Edelmann bei der Kiem-Pauli-Medaille – Vergabe der Kiem-Pauli-Medaille – Aktivität der Bayerischen Gebirgsschützen im Bereich der Denkmalpflege – Wandel des Bildes der Gebirgsschützen in der Öffentlichkeit – Auftrag der Gebirgsschützen: „Erhaltung der bayerischen Tradition, Erhaltung des christlichen Glaubens und der Vielfalt der Monturen, der Vielfalt unserer bayerischen Identität“ – Wandel der Wahrnehmung der Gebirgsschützen im Ausland durch Internet-Auftritt – Zutreffen des Ausspruchs des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzogs 1998 „Laptop und Lederhose“ – Traditionelles Totengedenken an die Kameraden von 1705 am 24. Dezember am Oberländer Denkmal in Waakirchen („Sendlinger Mordweihnacht“) – Errichtung des Denkmals in Waakirchen 1905 – Ausdruck der christlichen Werte: Gottesdienste zu den Feierlichkeiten – „Innerliche Anziehungskraft“ des Gedenktages am 24. Dezember – Alle zwei Jahre Gedenkrede des jeweils amtierenden Ministerpräsidenten am 24. Dezember – Begeisterung des ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein – Stellenwert der jährlichen Gedenkveranstaltung am 24. Dezember – Oberlandler-Lied-Schlusszeile: „Wenn sie mit dem Bahrtuch den letzten Oberlandler zudecken.“ – Unterschiede im Mitgliedernachwuchs zwischen Stadt und Land – Kosten für die Mitgliederausrüstung – „Sorgen im Altersdurchschnitt“ – Traditionsgemäßer Ausschluss von Kindern – Persönliches Bild von Bayern – Vielfalt der Regionen – Kritik am Verlust der bayerischen Sprache – Angst vor dem Verlust der Kulturlandschaft Bayern und der bayerischen Art in der Zukunft – Meinung zum Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern heute – Unterscheidung der Situation der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen von 1945 und heute.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.