Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M. A.)
Referenzjahr
1958
Traudl Zeitler beschreibt die Freizeitgestaltung in München gegen Ende der 1950er-Jahre.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Traudl Zeitler, aufgenommen am 18.07.2020 in Teublitz, über ihre Kindheit und Schulzeit in Teublitz, das Leben im München der späten 1950er-und 60er-Jahre, die Familiengründung und den Hausbau in Teublitz in den 1960er-Jahren, den Alltag als Hausfrau und Mutter, die Freizeitgestaltung, die sich wandelnde Bedeutung der Religion, den Einzug technischer Geräte in den Haushalt sowie über das Erleben des politischen Weltgeschehens auf dem Land.
Traudl Zeitler wurde 1941 in Teublitz geboren und begann nach der Volksschule eine Lehre als Schneiderin. 1958 zog sie zu ihrer Tante nach München, wo sie zunächst in einer Konfektionsschneiderei beschäftigt war. Darauf folgte eine Tätigkeit als Haushälterin bei einer Arztfamilie. In ihrer Freizeit lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, der bei Siemens arbeitete. 1966 zog Traudl Zeitler mit ihrem Mann wieder in ihren Heimatort Teublitz, wo sie ein Haus bauten und eine Familie gründeten. In den 1960er- und 70er-Jahren war sie Hausfrau und betreute die beiden Kinder. Ihr Ehemann wurde 1989 pensioniert.
Inhalte
Geboren 1941 – Kindheit – Familienverhältnisse – Schulzeit – Mitarbeit auf dem elterlichen Hof – Spielen mit anderen Kindern auf der Straße – Ausbildung zur Schneiderin – Umzug zur Tante nach München – Arbeit bei einer Konfektionsschneiderei in der Sendlinger Straße in München – Beschäftigung als Haushälterin bei der Familie eines Fabrikbesitzers in Obermenzing – Beschäftigung als Haushälterin bei einem Arzt in München – Theaterbesuche – Treffen und Ausflüge des Vereins „Für junge Leute nach dem Krieg“ – Erkundung Münchens nach dem Umzug 1958 – Lebensstil im München der ausgehenden 1950er-Jahre – Stadtbild Münchens in den 1950er-Jahren – Ausbildung und Beschäftigung des Ehemanns – Kennenlernen des späteren Ehemanns – Probleme junger, unverheirateter Paare aufgrund von antiquierter Moralvorstellungen – Hausbau in Teublitz auf dem elterlichen Grundstück 1966 – Finanzierung des Hausbaus in den 1960er-Jahren – Rollenverteilung in der Familie – Kindererziehung – Haus- und Gartenarbeit – Familienalltag im ländlichen Raum – Freizeitgestaltung in den 1960er- und 70er-Jahren – Rolle des Fernsehens – Information und Diskussion über das politische Tagesgeschehen – Kontakt zu vietnamesischen Flüchtlingen aus einem Flüchtlingsheim in Maxhütte-Haidhof – Gefühlslage während des Kalten Kriegs – Zufriedenheit mit dem Leben als Hausfrau – Freizeitangebote der Pfarrei zur Jugendzeit – Bedeutung der Kirche von den 1960er-Jahren bis heute – Einfluss der SPD auf das religiöse Leben in Teublitz – Reiseverhalten der Familie von den 1960er-Jahren bis heute – Musikkonsum in den 1960er-Jahren – Renteneintritt des Ehemanns – Familienzusammenhalt – Berufswahl der Kinder – Tod des Bruders bei Tauchunfall – Vergleich von Großstadt- und Landleben – Anschaffung elektrischer Haushaltsgeräte – Autokauf und Führerscheinprüfung 1979 – Persönliche Einstellung gegenüber der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Wackersdorf – Engagement der Kinder gegen den Bau der WAA – Persönliche Meinung zu den Ministerpräsidenten Alfons Goppel und Franz Josef Strauß (CSU).