Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Friedl Siegfried über ihre anfänglichen Vorbehalte gegenüber ihrem amerikanischen Schwiegersohn.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Friedl Siegfried, geführt am 25.10.2002 in Gunzenhausen im Rahmen des Projekts Auswanderung in die USA, über den familiären Umgang mit der Auswanderung ihrer beiden Töchter in die USA.
Biogramm
Friedl Siegfried wurde 1910 geboren und zog nach dem Krieg von Erfurt nach Nürnberg. Zusammen mit ihrem Mann zog sie dort zwei Töchter und einen Sohn groß und stimmte mit großen Vorbehalten der Heirat ihrer damals noch minderjährigen Tochter Gudrun mit einem amerikanischen Soldaten zu. Als auch ihre zweite Tochter Heidi kurze Zeit später in die USA auswanderte, war es für Frau Siegfried selbstverständlich, dieses Land selbst kennen zu lernen. Regelmäßige Besuche in den Staaten überzeugten sie, dass die Entscheidung ihrer Töchter das Richtige war.
Inhalte
Im Zweiten Weltkrieg aus Erfurt nach Markt Berolzheim/Mfr. gekommen, 1949 nach Nürnberg gezogen, bei Schwester im Geschäft eingestiegen, Haus gebaut, Eltern, zwei Jahre keine Nachricht von Ehemann, Kinder gingen in Nürnberg zur Schule, jüngste Tochter Gudrun heiratete 1962 US-Soldaten, kritische Stimmung, guter Eindruck beim ersten Treffen, Bilder von der Familie, Heirat in Nürnberg, Akzeptanz der Verwandtschaft - Einreden auf die Tochter, Amerikaner hatten noch keinen guten Ruf, Haltung des Mannes, Südkaserne, Mann brauchte lange, bis er den Schwiegersohn akzeptierte, liebenswerter Mann der Tochter, Flug in die USA, um zu sehen, dass es der Tochter gut ging, Briefwechsel, in einem Jahr zogen alle drei Kinder aus, Sohn studierte in Hamburg, harte Zeit, beide Mädchen in Amerika, alle zwei Jahre in die Vereinigten Staaten geflogen, Briefe, wöchentliche Telefonate, Enkel, Mann gedrängt, nach Amerika zu ziehen, oft in die USA geflogen, Vorurteile des Mannes gegen Amerikaner, ältere Tochter ging auch nach Amerika.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.