Kempten, Benediktinerkloster – Exklusives Fürstenstift mit großem Machtanspruch
Schon um 730 errichtete der Mönch Theodor aus dem Kloster St. Gallen in Kempten eine christliche Missionsstation, zu der auch eine Marienkapelle gehörte. Sie befand sich wohl auf dem Areal der heutigen evangelischen Stadtpfarrkirche St. Mang. Als erster Abt ist 752 der selige Audogar überliefert. Die Einrichtung stand unter königlichem Schutz und hatte einflussreiche Förderer. Hildegard, die zweite Gemahlin Kaiser Karls des Großen, ... mehr
Klostername: Lenzfried, Ortsname: Kempten (Allgäu)
Kempten, Lenzfried, Franziskanerkloster St. Bernhard – Beherzte Prediger
Die ersten fünf Franziskanermönche kamen 1458 nach Kempten, sie bewährten sich von Anfang an als Seelsorger und Prediger. Als der Magistrat jedoch beabsichtigte, die Brüder in der Stadt anzusiedeln, stießen sie bei Pfarrer Leonhard Märklin von St. Mang und beim Abt des Benediktinerstifts auf heftigen Widerstand. Fürstabt Gerwig von Sulmentingen verbot, den Franziskanern Grund und Boden zu überlassen. Mithilfe einiger Gönner, unter ihnen ... mehr
Klostername: Kitzingen, Ursulinenkloster, Ortsname: Kitzingen Die Ursulinen in Kitzingen ? Frühbarock am Main
Im Jahr 1660 berief der Würzburger Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn (reg. 1642?1673) vier Ursulinen aus Metz nach Kitzingen. Der bedeutende Lehrorden war 1535 zu Brescia von der hl. Angela Merici gegründet worden. Wie bereits bei den 1630 nach Kitzingen geholten Kapuzinermönchen handelte es sich um eine weitere Maßnahme im Bemühen um die Rekatholisierung Kitzingens nach der Einlösung der Ansbacher Pfandschaft im ... mehr
Klostername: Kitzingen, Kapuzinerkloster, Ortsname: Kitzingen Kapuziner in Kitzingen ? Gegenreformation am Main
Das ehemalige Kapuzinerkloster in Kitzingen, unmittelbar jenseits der älteren Wehrmauer südöstlich vor der Stadt gelegen, ist ein Geschöpf der Gegenreformation. 1629 hatte der Würzburger Fürstbischof Philipp Adolf von Ehrenberg (reg. 1623?1631) nach 185 Jahren der Verpfändung an die protestantischen Markgrafen von Kulmbach-Ansbach (Bayreuth) völlig unerwartet die Herrschaft über Kitzingen wieder zurückgekauft. Ein Jahr später (1630) berief der Fürstbischof den Orden der Kapuziner in die ... mehr
Klostername: Kitzingen, Kloster der Benedikinerinnen , Ortsname: Kitzingen Kitzingen, Kloster der Benedikinerinnen – Wirkungsstätte fränkischer Adelsdamen
Die Frauenabtei Kitzingen gehört zu den wenigen Klöstern rechts des Rheins, die schon in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts gegründet wurden. Die Klostergründung erfolgte der Legende nach durch die hl. Hadeloga/Adelheid (*um 710). Sie stammte vermutlich von den Karolingern ab und war wohl eine Tochter von Karl Martell (686–741), dem Großvater von Kaiser Karl d. Gr.. Als geistliche Beraterin der noch jugendlichen ... mehr
Ev. Ordensgemeinschaft: Evangelisches Damenstift Kitzingen , Ortsname: Kitzingen Evangelisches Damenstift Kitzingen – Reformation und GegenreformationDie bereits seit dem 8. Jahrhundert bestehende Benediktinerinnenabtei in Kitzingen, deren Nonnen überwiegend aus fränkischen Adelsgeschlechtern kamen, wurde 1484 durch Brand zerstört. Nachdem die Anlage neu errichtet worden war, fiel sie knapp 40 Jahre später dem Bauernkrieg zum Opfer. Daraufhin wurde das Kloster durch die Markgrafen von Ansbach, die Mitte des 15. Jahrhunderts durch Verpfändung des Würzburger Bischofsguts in den Besitz von Burg, Stadt ... mehr
Klostername: Lechfeld, Ortsname: Klosterlechfeld Das Franziskanerkloster auf dem Lechfeld – Leuchtturm des Glaubens
Die Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Lechfeld wurde im Jahr 1603 von der Witwe Regina Imhof gestiftet. Die Augsburger Patrizierin und Herrin von Untermeitingen hatte sich, so eine Legende, auf dem Lechfeld verirrt und gelobt, an der Stelle eine Kapelle zu errichten, von der aus sie die Lichter ihres Schlosses sehen könne. Der Augsburger Bischof Heinrich von Knoeringen erteilte die Erlaubnis zum ... mehr
Klostername: Walchensee, "Klösterl", Ortsname: Kochel am See Kochel am See, St. Anna-Klösterl am Walchensee – idyllischer Sitz einer Einsiedelei
Wolfgang Holzer (Frater Onuphrius) aus Warngau in Oberbayern errichtete 1688 auf der Halbinsel Zwergern am Walchensee mit Unterstützung der bayerischen Kurfürstin Maria Antonia von Österreich, der Tochter Kaiser Leopolds I., eine Tertiärgemeinschaft der Unbeschuhten Karmeliten, die er sechs Jahre später in ein Kloster der Hieronymiten umwandelte. Dieser Orden der „armen Eremiten des hl. Hieronymus von der Kongregation des hl. ... mehr
Klostername: Königsberg, Augustinerterziarinnen, Ortsname: Königsberg in Bayern Die Schwestern von der Akelei in Königsberg. Die „Königin“ und ihre adeligen Damen
Mit dem Niedergang der Grafen von Henneberg ab der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Königsberg zu einer Exklave, fernab vom sächsisch-thüringischen Coburg und allseits umgeben vom Hochstift Würzburg. Erst durch den Volksentscheid von 1920 gelangte Königsberg mit dem Herzogtum Sachsen-Coburg an Bayern.
Diese exklusiv adlige Verbindung war einmalig in Europa. Es handelte sich weder um einen Orden noch ... mehr
Klostername: Königsberg, Augustinerkloster, Ortsname: Königsberg in Bayern Königsberger Augustiner ? Frühe Parteigänger Martin Luthers
Erst seit 1921 gehört Königsberg zu Bayern. Die kleine Stadt liegt am Westabhang der südlichen Hassbergkette, etwa in der Mitte zwischen Hassfurt und Hofheim. Seinen Namen trägt Königsberg nach der auf dem Schlossberg gelegenen mittelalterlichen Burganlage. Ursprünglich eine fränkische Königsdomäne, der Sage nach von den Karolingern gegründet, gelangte die Burg über verschiedene Besitzer im Jahr 1249 an die Grafen von Henneberg. Sie machten ... mehr