Zeitzeugen berichten

Ursula Pustet Verwaltungsleiterin des Pustet Verlags

Signatur
zz-1505.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2013

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Ursula Pustet über die Herausforderungen im Verlagsgeschäft durch den Einsatz elektronischer Medien wie dem e-Book.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Ursula Pustet, aufgenommen am 06.07.2013 in Regensburg, über ihre Ausbildung, den Pustet-Verlag, soziales Engagement und Frauen in Führungspositionen.

Biogramm

Ursula Pustet wurde 1968 geboren und absolvierte eine Ausbildung als Buchhändlerin. In diesem Bereich arbeitete sie mehrere Jahre in verschiedenen Ländern, als sie sich entschloss, ein Studium der Betriebswirtschaft in Regensburg und Oxford zu beginnen. Nach Abschluss des Studiums durchlief sie verschiedene Stationen im Pustet Verlag und ist dort Leiterin der Verwaltung.

GND: 132275449

Inhalte

Abitur – Buchhändler-Ausbildung – Arbeit als Buchhändlerin – Arbeit in der Schweiz – Betriebswirtschaftsstudium in Regensburg – Studium auch in Oxford – Einstritt in das Familienunternehmen – Bereiche des Unternehmens: Verlag, Buchhandel und Druckerei – Prozessablauf einer Buchherstellung – Veränderungen in der Drucktechnik durch Wegfall vieler manueller Schritte – Kostenstruktur des Unternehmens – viel Kapital in Maschinen und im Warenlager gebunden – immer kurzfristigere Anfragen für Neuerscheinungen – 180 Mitarbeiter allein im Druckbereich tätig – Verlagsleitung durch Bruder Friedrich – zuständig für übergeordnete Struktur des Unternehmens – Controlling – Weiterbildung der Mitarbeiter, vor allem in Bereichen der Online-Medien – Herstellung von e-Books möglich – Bedeutung von e-Books – kaum Gewinn mit e-Books – trotzdem Öffnung des Marktes in diese Richtung – gleichzeitig Festhalten an Büchern – nötige Anpassungen an Entwicklungen in der Zukunft – ständige Beobachtung der Marktteilnehmer – kleine Städtereihen als wertvoller Programmbereich – Aufnahme von Krediten nur bei Großanschaffungen wie Maschinen – Vorfinanzierung von Buchproduktionen – Risiko der Rücknahme nicht verkaufter Büchern – Auflagen von 1500 bis 5000 Stück – Möglichkeiten zur schnellen Nachproduktion – neue Schwerpunkte – Mittelweg zwischen Befriedigung der Interessen des Kundenstamms und Versuchen neue Leser zu gewinnen – bekannte Autoren – Beteiligung von Mitarbeitern an Entscheidungen, um Objektivität zu bewahren – Publikationen überregionaler Werke, um ein größeres Publikum zu erreichen – enge Verbindung des Unternehmens zu Regensburg – Verlegergemeinschaft – Kontakt zu Buchhändlern auf der Frankfurter Buchmesse – enge Verzahnung der Unternehmensbereiche – traditioneller Verlag – Entwicklung in Richtung „Content Provider“ – Trennung der Unternehmensbereiche nicht von Beginn an – Ausweitung der Drucktätigkeit in den 1960er-Jahren – Buchhandels-Filialisierung in den 1970er-Jahren – Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils als Initialzündung – Mittelweg zwischen Merkantilismus und Idealismus im Verlagsgeschäft – zu hohe Zahl an Neuerscheinungen – Mischung aus erfolgreichen und weniger erfolgreichen Büchern – sinkende Leserschaft als zukünftiges Problem – theologische Fachliteratur – kritische Autoren – verlegerische Freiheit – persönlicher Glaube – typischer Tagesablauf – Kontakt zu bedeutenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche – politisches Engagement des Verlages in Vergangenheit und Gegenwart – starke Konkurrenz im Buchgeschäft – ungewisse Zukunft – langfristige Entscheidungen als Familienunternehmen besonders wichtig – Konzernunabhängigkeit – Frauenquote – veränderte Strukturen und Führungsstil durch Frauen in Führungspositionen – Zukunft des Familienunternehmens – Bild von Bayern – Klischees und bayerische Mentalität.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1 h
Aufnahmedatum:
06.07.2013
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.