Zeitzeugen berichten

Klawdija Grigorjevna Ganuschewitsch KZ-Überlebende, Zwangsarbeiterin

Signatur
zz-0828
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
1942

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Klawdija Ganuschewitsch von ihrer Ankunft im KZ Auschwitz 1942.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Klawdija Ganuschewitsch aufgezeichnet am 01.07.2003 in Flossenbürg, über das Konzentrationslager Auschwitz, ihre Zeit als Zwangsarbeiterin in Deutschland, ihre Befreiung und die Rückkehr nach Russland.

Inhalte

1927 in Schachty, im Rostower Gebiet geboren, 14 Jahre alt, als rumänische Truppen einmarschierten, Sprengung von Gruben, Getreidespeichern, Brotfabrik, Luftangriff auf Evakuierte bei Rostow-na-Donu, in Siedlung geblieben und Getreide vor den Deutschen verbrannt, Deutsche setzten Grube wieder in Stand, Zwangsarbeit, verbranntes Brot, Polizei schickte G. nach Deutschland, viele junge Leute, kein Essen, nach Polen, Partisanenüberfall, Flucht, Kopfgeld für Flüchtige, gefasst und ins Gefängnis gebracht, Verhör, anderes Gefängnis, gut ernährt, ins KZ Auschwitz gebracht, Männer- und Frauenlager, geschoren, Nummer tätowiert, gestreifte Häftlingskleidung, 2.11.1942, Baracke, Ofen, Schieferdach, Kälte, Läuse, ein Monat in Quarantäne, Wachtürme, 7 Krematorien, von 1942 bis 1944 in Auschwitz, Arbeit, Verbrennung von Juden, 1944 zur Zwangsarbeit nach Chemnitz gebracht, Haus, 5. Stock, gute Verpflegung, Arbeit in einem Werk, zusammen mit deutschen Frauen Teile gedreht, deutsche Frau steckte ihr Butterbrote zu, Wachen, Luftangriffe, am Bein verletzt, ganze Stadt zerstört, Transport nach Dresden, Getreidezug, Transport nach Tschechien, kleines Lager, Steine geschleppt, Deutsche flohen, nagelten Baracken zu, Angehörige der Wlassow-Armee verminten die Baracke, Panzer, von Russen befreit, Erschießung einer Frau und eines Polizisten, nach Dresden gebracht, in einem Theater untergebracht, Lager in Polen, KZ-Insassen, Arbeit beim Stab und in der Backstube, Verhöre, Tripper- und Syphiliskranke, 3 Monate, Rückkehr in die Heimat, alles zerstört, deutsche Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter in der Grube, Repatriierte, in Polen und bei der Rückkehr nach Russland vom Geheimdienst verhört, KGB, Arbeit im Getreidespeicher, später als „Deutsche“ beschimpft, Arbeit im Krankenhaus, neidische Dorfbewohner, Erleichterungen durch einen Deutschen, der geschäftlich in Schachty war, Unterstützung, Entschädigung der deutschen Regierung 900 D-Mark, Geld von einer Schweizer Bank 400 US Dollar, Hass auf die Wächter, keine deutschen Wächter, Italiener, Polen, Russen - Entlausung im Lager, deutsche Wächterinnen, Verbrennung von Menschen - jährlich am 9. Mai, am „Tag des Sieges“, Vorträge in Schulen.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
0:40 h
Aufnahmedatum:
01.07.2003
Sprache:
russisch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A. (+ Dolmetscher ?)

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.