Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Lewis K. Kest über die Umstände, die seine Auswanderung von Deutschland nach Amerika am 30.12.1949 ermöglichten. Als Arbeiter im American Joint Distribution Committee wollte er in die USA, um seine Lehre zu beenden.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Lewis K. Kest, aufgenommen am 29.03.2006 in Augsburg, über seine Internierung im Außenlager Gunskirchen des KZ Mauthausen, seine Befreiung durch die US-Army, seine Arbeit für die UNRRA und das Joint Distribution Committee und seine Emigration in die Vereinigten Staaten.
Biogramm
1920 in Budapest geboren, zusammen mit seinen Eltern 1944 in das für Juden errichtete Nebenlager Gunskirchen des KZ Mauthausen verschleppt, Befreiung durch amerikanische Truppen 1945, Arbeit beim American Joint Distribution Committee, 1949 Auswanderung in die USA, seit 1963 als Geschäftsmann tätig, Gründung einer eigenen Kanzlei für Wirtschaftsprüfung in Silver Spring, Maryland.
Inhalte
Kindheit in Ungarn, geboren in Budapest, Wunsch Steuerberater zu werden, schönes Leben bis 1930, rassistische antijüdische Gesetze, Studium und Abschluss an der Finanzhochschule in Budapest, Berufsverbot für Juden, 1941 Heranziehung zur Zwangsarbeit, Flugplatzbau in der Nähe von Ploiesti bis 1944, Front rückte näher, Rückführung durch Ungarn, verschiedene Arbeitslager Schattendorf, Organisation Todt, Neusiedel, Dezember 1944 ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert, 30.000 Menschen, kaum Lebensmittel, keine Sanitäranlagen, Januar/Februar 1945 Todesmarsch nach Gunskirchen, keine Verpflegung - Befreiung aus dem KZ-Nebenlager Gunskirchen, Mickey Dorsey öffnete die Türen des Lagers, 71st Division of the 3rd Army, General Patton, 3. Mai 1945 aufgewacht im Krankenhaus in Wels, bis Ende Juli 1945 dort, nach Urfahr gebracht zu den Russen, verließ gemeinsam mit seinem Bruder das Lager Richtung Wien, Bruder wollte zurückkehren nach Ungarn, Ayring, Arbeit bei der UNRRA in Pocking bis 1946 - UNRRA und Joint Distribution Committee richteten Lager ein in Pocking, Passau, Deggendorf, Plattling und Regensburg, Arbeit beim Joint Distribution Committee in Straubing und Regensburg 1946, Wohnungsbeschaffung, Versorgung, Mrs. Kirshner, Wunsch in die USA zu kommen, Antrag gestellt - 30.12.1949 von Bremerhaven aus nach New York, Ben Franklin University in Washington D.C., 1956 CPA Examen, 1952 Heirat, danach selbstständig.
Daten
Interview: Dr. Ludwig Eiber
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.