München, Communität Christusbruderschaft Selbitz - vielfältige Gemeindedienste
Die Communität Christusbruderschaft in Selbitz gründete Ende der 1960er-Jahre weitere Standorte in bayerischen Städten. Der Münchener Stadtkonvent, der an die Tradition der hier seit dem Zweiten Weltkrieg bestehenden Hauskreise der evangelischen Kirche anknüpfte, hatte zuerst seinen Standort im Rietzlerweg in Untermenzing. Schon seit 1967 arbeiteten Schwestern des Ordens in Münchner Gemeinden (bis 1998) und Krankenhäusern (bis 2005). 2004 erfolgte der Umzug in die Arndtstraße in das Spirituelle Zentrum St. Martin. Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in der Unterstützung Asylsuchender (seit 1994), der Gestaltung von Gottesdiensten und Seminaren und in der geistlichen Begleitung Ratsuchender. Daneben setzen sich die Schwestern mit eigenen Beiträgen und Gebeten auf Kirchentagen und Kongressen für ein ökumenisches Miteinander und die Versöhnung der Christen ein. In einer angegliederten Praxis am Englischen Garten (Himmelreichstraße 3) wird seit 1990 unter Führung von Sr. Erika Stadelmaier die so genannte Alexandertechnik unterrichtet, eine pädagogische Anleitung zur Lebenshilfe und zur verbesserten Lebensgestaltung aus eigener Kraft. Eine weitere Methode, die speziell für Menschen in Krisensituationen und Konflikten als Hilfsangebot vermittelt wird, ist die „wertorientierte Imagination“, eine Existenzanalyse, entwickelt von dem Wiener Psychiater Viktor Frankl (1905-1997). Seit 2011 besteht der Stamm des Münchner Konvents noch aus zwei weiblichen Mitgliedern der Christusbruderschaft Selbitz. Für ihre langjährige Tätigkeit als Asylsozialberaterin erhielt Sr. Martha Rietsch 2015 den Bayerischen Verdienstorden.
(Christine Riedl-Valder)
Link:
www.christusbruderschaft.de