Unterreit, Stadl, Kloster St. Theresia – Die Botschaft der Erlösung in die Welt tragen
Durch die Initiative der Redemptoristen und einer Gruppe junger Frauen wurde 1957 in Gars die Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser gegründet mit dem Ziel, im Geiste des hl. Alfons von Liguori (1696–1787) missionarisch zu leben und zu wirken. Die Schwestern, die anfangs im Garser Pfarrhof unterkamen, fanden rasch Gleichgesinnte. Es entwickelte sich eine internationale Organisation mit einem vielfältigen Aufgabenbereich in der Seelsorge und Diakonie. Seit ihren Anfängen steht sie in enger Zusammenarbeit mit dem Redemptoristenorden. Ab 1961 wurden weitere Niederlassungen in Süddeutschland eingerichtet. 1965 wurden erstmals Schwestern nach Japan ausgesendet. 1965 zog auch die Ordensleitung in das jetzige Regionalhaus in Stadl (Gemeinde Unterreit) bei Gars am Inn um.
Am ehemaligen barocken Jagdsitz der Garser Augustinerchorherren, zu dem ein zweigeschossiger Satteldachbau und eine Ökonomie gehören, gründeten die Missionsschwestern 1965 das Kloster St. Theresia. Von hier aus wurden in der Folgezeit die Auslandseinsätze organisiert. 1974 gingen die ersten Schwestern nach Bolivien; sechs Jahre später reisten die jungen Frauen erstmals nach Chile. Ab 1985 engagierten sich die Ordensmitglieder in Österreich in der Seelsorgearbeit einzelner Pfarreien. Die Schwesterngemeinschaft erhielt 1989 von der katholischen Kirche die Anerkennung als Kongregation bischöflichen Rechts. Seit 2001 wirken die Missionsschwestern auch in der Ukraine. Zur Region Deutschland/Österreich gehörten 2015 rund 45 Schwestern, die sich auf neun Hausgemeinschaften unterschiedlicher Größe verteilen (darunter seit 1962 im Exerzitienhaus der Redemptoristen in Cham; seit 2010 im Herzoglichen Georgianum München; seit 2014 in München-Schwabing). Zum Konvent des Klosters St. Theresia in Stadl gehören derzeit 15 Schwestern. Hier im geistlichen Zentrum der Kongregation werden auch die Veranstaltungen der Gemeinschaft organisiert, wie Exerzitien, Versammlungen, Feste und Fortbildungen. Gleichzeitig ist jede Besucherin eingeladen, an den Gebetszeiten teilzunehmen und die spirituellen Angebote des Hauses zu nutzen.
(Christine Riedl-Valder)
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