Die Glossare des HdBG

Fürstbischof Detailansicht

Stichwörter: Fürstbischof, Prinzbischof


 Vom 13. Jahrhundert bis 1806 eine Titulatur für Bischöfe im Heiligen Römischen Reich, die gleichzeitig eine weltliche Herrschaft ausübten. Als souveräne Fürsten waren sie reichsunmittelbar. Fürstbischöfliche Wappen enthielten einen Hirtenstab als Zeichen der pastoralen Autorität sowie ein Schwert, um auf ihre Macht als Lehens- und Landesherr hinzuweisen. Das weltliche Territorium (Hochstift syn. Fürstbistum) war oft deutlich kleiner und zersplitterter als der kirchliche Zuständigkeitsbereich (Diözese). Im Staatsgebiet des heutigen Bayern gab es die Fürstbischöfe von Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Freising, Passau, Regensburg und Würzburg.

Quelle: Rainer Leng: Würzburg, Hochstift: Territorium und Struktur, publiziert am 10.03.2010; in: Historisches Lexikon Bayerns [12.12.2022]. // Fürstbischof, in: Brockhaus Enzyklopädie, Bd. 8. 19. v. n. bearb. Aufl. Mannheim 1989, S. 54. // Manfred Treml: Die Säkularisation und ihre Folgen. In: Haus der Bayerischen Geschichte / Josef Kirmeier u.a. (Hg.): Glanz und Ende der alten Klöster. Säkularisation im bayerischen Oberland 1803. Katalog zur Ausstellung im Kloster Benediktbeuern 1991. München 1991 (= Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 21), S. 122-132.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern (hdbg.eu/juedisches_leben)

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