Max von Wassermann entstammt einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie in Bamberg. Sein Vater Angelo von Wassermann wurde als Hofbankier 1910 in den erblichen Adelsstand erhoben, sein jüngerer Bruder war der berühmte Immunologe August von Wassermann (1866-1925). Nach einer kaufmännischen Ausbildung leitete er gemeinsam mit seinem Vetter Oskar Wassermann die Berliner Filiale der familieneigenen Privatbank A. E. Wassermann. Nach seiner Berufung in den Vorstand der Deutschen Bank schied Oskar 1912 aus der Familienfirma aus und wurde durch seinen Bruder Sigmund (1889-1959) ersetzt. Max von Wassermann erhielt 1909 den Kommerzienratstitel. Im August 1908 wurde er für den Titel eines Geheimen Kommerzienrats vorgeschlagen, was aber erst kurz vor dem Fall der Monarchie befürwortet wurde. Max von Wassermann war maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Braunkohleindustrie beteiligt und im Jahr 1918 ein Mitbegründer der Bayerischen Motorenwerke AG (BMW). Später war er Direktor bei der Deutschen Bank und Anteilseigner der Filmgesellschaft Ufa. Er starb 1934 und ruht auf dem Jüdischen Friedhof in Bamberg. (nach Herbert Loebl)
Literatur
- Herbert Loebl: Juden in Bamberg. Die Jahrzehnte vor dem Holocaust. Bamberg 1999, S. 308-313.