Das Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert die
EDITION BAYERN „Widerspenstig! Eigen! Selbstständig!
Bayern in der Bundesrepublik“
Die neueste Ausgabe der EDITION BAYERN widmet sich einem Phänomen, dem das Haus der Bayerischen Geschichte auch in seinem neuen Museum in Regensburg nachspürt: Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht. Pünktlich zum 100. Geburtstag des Freistaats beleuchten wir den Charakter des Landes und seine Beziehungen zum Bund: „Widerspenstig! Eigen! Selbstständig! Bayern in der Bundesrepublik“ lautet der Titel. Und noch ein Jubiläum feiern wir mit dem neunten Sonderheft der Edition Bayern: 2018 jährt sich zum 70. Mal die Tagung des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee. 1948 wurde hier unter maßgeblicher Beteiligung bayerischer Politiker und Beamter eine wichtige Beratungsgrundlage für das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet.
Bayern als Hort des Föderalismus
Da vielen der im Parlamentarischen Rat in Bonn beschlossene Föderalismus nicht weit genug ging und einige die bayerische Unabhängigkeit anstrebten, lehnte der Bayerische Landtag das Grundgesetz am 20. Mai 1949 ab. Seine Rechtsverbindlichkeit wurde dennoch anerkannt, da alle anderen westdeutschen Länderparlamente zustimmten. Der Freistaat kämpft seitdem leidenschaftlich für die Wahrung der Interessen der Länder und gegen Kompetenzverluste gegenüber Bund und EU.
Lebendige Verfassungstradition
Als der Landtag 1949 das Grundgesetz ablehnte, hatte Bayern bereits seit zweieinhalb Jahren eine eigene demokratische Verfassung: Am 1. Dezember 1946 stimmte die Bevölkerung in einem Volksentscheid für die Annahme der von der amerikanischen Militärregierung ermöglichten Bayerischen Verfassung und für die Ausgestaltung Bayerns zum Rechts-, Kultur- und Sozialstaat. Diese besonders schöne und zukunftsträchtige Tradition des Verfassungsstaates, an die die wenigsten beim Stichwort Bayern denken werden, beleuchten die Autorinnen und Autoren unseres vorliegenden Bandes. Sie zeigen den für Bayern typischen Drang zur politischen Inszenierung ebenso wie die nicht minder wichtige Tradition der Protestkultur. Die Entwicklung des Landes, die eine Basis für das selbstbewusste Auftreten Bayerns bildete, wird ebenfalls thematisiert.
Sonderhefte zu Themen der bayerischen Geschichte
In der Reihe EDITION BAYERN sind seit 2009 insgesamt 22 Titel erschienen, davon neun Sonderhefte. Sie widmen sich einzelnen Themen mit besonderer Bedeutung für die bayerische Geschichte. Daneben gibt es 13 Regionalhefte, die sich mit den verschiedenen Regionen Bayerns beschäftigen - vom Werdenfelser Land bis zum bayerischen Untermain, von Coburg bis zum Chiemgau. Sie zeigen die Vielfalt der bayerischen Kultur.
In der Reihe EDITION BAYERN sind bisher mit Unterstützung des Bayerischen Rundfunks und des Verlags Friedrich Pustet erschienen:
Regionalhefte (je € 8,-)
Passauer Land, Haßberge, Unterallgäu-Memmingen, Garmisch-Partenkirchen und Werdenfelser Land, Chiemgau, Kronach, Amberg-Sulzbacher Land, Aschaffenburg und der bayerische Untermain, Coburg, Schweinfurt, Nürnberger Land, Niederbayerische Donau, Landshut
Sonderhefte zu Spezialthemen (je € 10,-)
175 Jahre Eisenbahn, Olympia ´72, Phänomen Tracht, An jedem Eck a Gaudi. Karl Valentin, Liesl Karlstadt und die Volkssänger, Industriekultur in Bayern, Rebellen – Visionäre – Demokraten, Bauen für Bayern, Wer ko der ko – Süddeutsch und Bairisch, Selbstbewusst! Eigen! Widerspenstig! Bayern in der Bundesrepublik
Erhältlich ist die EDITION BAYERN „Selbstbewusst! Eigen! Widerspenstig! Bayern in der Bundesrepublik“ (ISBN 978-3-7917-2952-7) und alle anderen Bände beim Haus der Bayerischen Geschichte (0821/3295-0, im Online-Shop unter www.hdbg.de (€ 8,-/€ 10,- + Versandkosten) oder im Buchhandel (Vertrieb: Verlag Friedrich Pustet, Regensburg).