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Luise Kinseher in der Bayerischen Landesausstellung Pressemeldung

Erscheinungsdatum: 22.02.2016
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Kennen Sie das Pariser System? Wenn nicht, sollten Sie Luise Kinseher zuhören: Die bayerische Kabarettistin ist für „Bier in Bayern“ in die Rolle einer Kellnerin ge­schlüpft und erzählt in vier kurzen Filmen aus deren Lebens- und Arbeitswelt An­fang des 20. Jahrhunderts. Und das war ziemlich hart. Ein 16-Stunden-Arbeitstag war die Regel, die Bezahlung gering und das Trinkgeld die wesentliche Einnahme­quelle. „Spätestens um halb acht in der Früh fang ich an mit dem Herrichten der Tische“, berichtet Luise Kinseher. Zeitungen holen, Speisekarten schreiben, Bier­fass anzapfen – und schon beginnt das Frühschoppengeschäft mit Weißwürschten, das nahtlos übergeht ins Mittagessen. Die Kellnerin bedient, kas­siert und säubert die Krüge. Abends kommen noch mehr Gäste, und manche blei­ben sogar bis nach Mitternacht. Ein später Feierabend, denn Heimgehen kann die Kellnerin erst, wenn der letzte Gast gegangen ist. Kost und Logis sind meistens kostenlos, aber gegessen wird, wenn die Kellnerin Zeit hat: Mittags um vier und spätnachts nach Schichtende.

 

Sodom und Gomorrha – selten in Bayerischen Wirtshäusern

Das Wirtshaus war ein überwiegend männlich dominierter Raum: Zu bestimmten Anlässen wie Kirchweih, Hochzeit und Leichenschmaus oder bei Veranstaltungen im Tanzsaal waren auch Frauen und Kinder anwesend, im Alltag jedoch eher nicht.  Der Männerort Wirtshaus kannte Frauen lange Zeit nur als Wirtinnen, Dienstmägde oder eben Kellnerinnen. Und diese waren dann gern das Ziel männlicher Flirtver­suche, von doppeldeutigen Bemerkungen übers Anbandeln und Begrapschen bis zum Nachstellen der Kellnerin in ihre Kammer. Manche Wirte erlaubten ihrem Per­sonal, das unter dem Dach der Wirtschaft schlief, auch Männerbesuch. Doch, wie Luise Kinseher im Landesausstellungsfilm betont: „So a Sodom und Gomorrha hat hier in Bayern unterm Prinzregenten echt Seltenheitswert.“

 

Das Wirtshaus – typisch bayerische Gemütlichkeit

Das bayerische Wirtshaus ist der Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit, die ihren Siegeszug über die ganze Welt angetreten hat. Deshalb werden Gaststätten welt­weit gern im „bayerischen Stil“ eingerichtet. Das Wirtshaus bildete jahrhunderte­lang neben der Kirche das Herzstück des Ortes, dort fand das soziale Leben statt. Man war in der Wirtschaft nicht zu Hause, aber fühlte sich dennoch irgendwie da­heim. Die Leute trafen sich dort, es wurde getrunken, gegessen, gespielt, gehan­delt, politisiert und gerauft. Die Bayerische Landesausstellung zeigt zahlreiche Ex­ponate der Wirtshauskultur, von der Tischkegelbahn bis zum Kellnerinnengeld­beutel. Und was war nun gleich das Pariser System? Das erklärt Luise Kinseher in der Ausstellung, in einer typisch bayerischen Wirtsstubenkulisse und mit ihrem eigenen, bayerischen Humor, und vorab im Trailer unter www.hdbg.de/bier.

 

Bayerische Landesausstellung 2016 „Bier in Bayern“

Kloster Aldersbach im Passauer Land

29. April bis 30. Oktober 2016

Täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr

 

Veranstalter

Haus der Bayerischen Geschichte, Gemeinde Aldersbach und Landkreis Passau

in Zusammenarbeit mit der Brauerei Aldersbach

 

Eintrittspreise

Erwachsene 10,00 €
Ermäßigt (z. B. Senioren, Studenten, Gruppen ab 15 Personen) 8,00 €
Familienkarte 20,00 €
Kinder und Jugendliche von 6 – 18 Jahren 2 €

Schüler im Klassenverband 1,00 € (ohne Führung)

 

Eintrittskarten für die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“ können Sie ab sofort bestellen im Onlineshop des Hauses der Bayerischen Geschichte unter  www.shop.hdbg.de und an weiteren Vorverkaufsstellen, mehr Informationen unter  www.hdbg.de/bier
 

Führungen für Gruppen
Bis 15 Personen 60,00 € zzgl. Eintritt
Ab 15 Personen 4,00 € pro Person zzgl. erm. Eintritt

Führungsanmeldung unter 0821 45057457

 

Kontakt

Haus der Bayerischen Geschichte

Zeuggasse 7 – 86150 Augsburg

Telefon +49 (0) 821 3295-0

E-Mail   pressestelle@hdbg.bayern.de

www.hdbg.de

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