Urkunde

Transkription

Henricus Dei gratia sancte Coloniensis ecclesie archiepiscopus sacri Romani imperii per Ytaliam archicancellarius.. abbati Sancti Cornelii Yndensis sue diocesis salu tem in Domino. Comparuit coram nobis illustris princeps Fridericus dux Austrie in Romanorum regem alias regno seu imperio Romano per mortem dive recordacionis domini Henrici quondam Romani imperatoris vacante electus, supplicans ut electionem de ipso canonice celebratam, ut asserit, dignaremur, prout officii nostri debitum ex antiqua et approbata ac laudabili consuetudine a tempore, cuius memoria non existit, pacifice observata requirit, acceptare, ipsum in Romanum regem ungendo et coronando. Verum cupientes sic officii nostri debitum in hac parte sibi impendere, ne alterius ius ledamus, tibi sub pena excommunicationis sententie late canonica monitione premissa mandamus, quatenus illustrem principem Ludowicum ducem Bawarie, qui in hoc casu eiusdem domini Friderici dicitur coelectus, aliosque quoscumque si qui fuerint, qui se ipsi Friderico et electioni de ipso celebrate opponere voluerint et sua crediderint interesse, cites per emptorie, si personaliter ipsum et alios predictos adire secure poteris, alias si propter potentiam aut maliciam eius seu fautorum eiusdem Ludowici in eorum presencia exequi non poteris, cites eosdem peremptorie in locis vicinioribus ipsis, quibus presens manda tum exequi convenientius secure poteris, ut in crastino beate Cecilie virginis nunc venturo Colonie coram nobis conpareant, docturi de iure suo et proposituri omnia et singula, quare dicta unctio et coronatio ipsi domino Friderico non sit merito impendenda, cum intimatione debita et consueta. Reddens litteras sigillatas in signum executionis facte.

Datum Bunne, in crastino Omnium sanctorum, anno Domini MCCCXIIII.
Nov. 23.

(Aus: Monumenta Germaniae historica. Constitutiones 5, Nr. 114)
www.dmgh.de


Übersetzung

Friedrich von Gottes Gnaden römischer König und immerwährender Kaiser
erweist den klugen Männern, dem Vogt, den Bürgermeistern, den Ratsherrn und allen Bürgern von Konstanz, seinen verehrten Getreuen seine Gnade und wünscht ihnen alles Gute. Als Wir durch göttlich geschenkte Aufgabe vom bedeutenderen Teil der erwählten Fürsten mit ganzer Ausnahme der Älteren im Land zum König der Römer gewählt wurden … und von Christus, dem Vater, ehrwürdigen Herrn Heinrich, dem Erzbischof der heiligen Kirche Kölns, dem es aufgrund der Rechtslage und aus alter, erprobter Sitte zusteht, die römischen Könige zu krönen, erscheinen Wir an dem Ort, wo der selbige die Krönung vornehmen konnte, damit er durch die Apostelbriefe lehrte, die Wir unter dem echten Siegel sehen, erhielten Wir die Königskrone mit der göttlichen Salbung, unter Beachtung dessen, das in diesem Fall beachtet werden muss, und weil alles, das dem Heiligen Römischen Reich untergeben ist, dazu verpflichtet wird, Unserer Hoheit mit Treue durch dieses, mit Gehorsam und Bereitwilligkeit zu gehorchen und danach zu streben, verlangen Wir energisch eure Gesamtheit, von der Wir wegen der Bereitwilligkeit zu eurer Hingabe wissen, dass sie diesem Reich immer treu war. Ihr verpflichtet euch zum Treueeid zum bereits genannten Reich, indem Ihr fordert, da ich nicht sehe, was einige Fürsten, um für Euch zu sorgen über die Annehmlichkeit des öffentlichen Friedens mit weniger hitzigem Gemüt als es sich gehört, sie führten den bekannten Herzog Ludwig von Bayern zur Wahl, wo sie nicht wählen konnten, dadurch dass Ihr in unseren Teil unserer Hoheit abweicht, welche die Person, die Blutsverwandten und die Angelegenheiten für das Reich und den Frieden der Getreuen des Reichs mit bereitwilligem Gemüt nicht scheut darzustellen. Ihr sollt daran denken mit dieser Bereitwilligkeit zur Hingabe und zur Treue zu gehorchen und zu streben, wodurch Ihr euch nicht nur daran erfreuen könnt, dass Wir eure Rechte bewahren und die von den göttlichen Kaisern und Königen der Römer euch gegebenen Freiheiten und Gunst vermehren, sondern auch dass Wir immer und überall Wohltaten zu allem erweisen, was übereinstimmend mit Euren Wünschen ist oder sein konnte.
Gegeben in Selse, 17. Dezember, im ersten Jahr unserer Herrschaft


Brief Friedrichs des Schönen an die Stadt Konstanz

17. Dezember 1314
Generallandesarchiv Karlsruhe








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