Die Glossare des HdBG

Schochet syn. Schächter Detailansicht

Stichwörter: Schächter, Schochet, Schochet syn. Schächter


Schlachter, der bei der Ausübung seines Handwerks die Bestimmungen des jüdischen Religionsgesetzes zu beachten hat (unter anderem Schlachtung mittels eines Querschnitts durch Speise- und Luftröhre ohne vorherige Betäubung des Schlachttiers)

Aus: Siehe der Stein schreit aus der Mauer

Jüdischer Schlachter (kein kommerzieller Metzger!), der die Tiere gemäß der religiösen Hygienegesetze rituell "schächtet": Die Tiere werden mit einem speziellen Messer mit einem großen Schnitt quer durch die Halsunterseite getötet, in dessen Folge die großen Blutgefäße sowie Luft- und Speiseröhre durchtrennt werden. Mit dem Schächten soll das möglichst rückstandslose Ausbluten des Tieres, sowie ein schneller Tod gewährleistet werden. Der Verzehr von Blut ist sowohl im Judentum als auch im Islam verboten. Das Schochetamt ist Teil der Einrichtungen einer funktionierenden Kehillah.

Quelle: Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid, Gury Schneider-Ludorff (Hg.): Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. III/2: Unterfranken. Lindenberg im Allgäu 2021, S. 1666. // Historisches Museum der Pfalz / Cornelia Ewigleben (Hg.): AK Europas Juden im Mittelalter. Speyer 2005, S. 266. // Germanisches Nationalmuseum Nürnberg / Bernward Deneke u.a. (Hg.): AK Siehe der Stein schreit aus der Mauer. Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Nürnberg 1988, S. 513.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern (hdbg.eu/juedisches_leben)

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