Die Glossare des HdBG

Jischuw Detailansicht

Stichwörter: Jischuw, Jischuwim


(hebr. Bewohntes Land / Siedlung, pl. Jischuwim): 1. Jüdische Bevölkerung als Minderheit in einem Land, das durch eine andere Religion und Kultur geprägt ist. 2. Bezeichnung für die zahlenmäßig kleine Filiale einer Israelitischen Kultusgemeinde, die keine eigenen Gemeindestrukturen besitzt. 3. Jüdische Gemeinschaft, die zu klein ist um einen Minjan zu bilden und daher keine Kultusgemeinde (hebr. Kehillah) sein kann. 4. Bezeichnung für die jüdische Bevölkerung und das jüdische Gemeinwesen in Palästina vor der Gründung des Staates Israel (1948), den die zionistische Bewegung ab den 1880er Jahren geprägt hatte.

Quelle: Ron Kuzar: Jischuw. In: Dan Diner (Hg.): Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK), Bd 3. Stuttgart/Weimar 2012, S. 199–203. // Gerhard Gronauer / Hans-Christof Haas: Nordheim vor der Rhön mit Hausen. In: Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid, Gury Schneider-Ludorff (Hg.): Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. III/2: Unterfranken Teilband 2.1. Erarbeitet von Cornelia Berger-Dittscheid, Gerhard Gronauer, Hans-Christof Haas, Hans Schlumberger und Axel Töllner unter Mitarbeit von Hans-Jürgen Beck, Hans-Christoph Dittscheid, Johannes Sander und Elmar Schwinger, mit Beiträgen von Andreas Angerstorfer und Rotraud Ries. Lindenberg im Allgäu 2021, S. 802.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern (hdbg.eu/juedisches_leben)

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