Stichwörter: Betteljude, Betteljuden
Eine zumeist vagabundierende Unterschicht ohne Schutzstatus, die von Gelegenheitsarbeiten und Betteln lebte. Wohlhabendere jüdische Gemeinden konnten es sich leisten, Betteljuden zeitweise (eine Nacht, manchmal aber auch erheblich länger) in eigenen Herbergen oder Gastwohnungen unterzubringen. In den Augen der christlichen Obrigkeit waren sie jedoch unerwünschte Personen, denen oft der Aufenthalt oder gar nur die Durchreise polizeilich untersagt blieb.
Quelle: Rolf Kießling: Jüdische Geschichte in Bayern. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Oldenburg 2019 (= Studien zur Jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern 11), S. 275–296.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern
(hdbg.eu/juedisches_leben)