Die Herren von Laubenberg hatten Rauhlaubenberg mit Rauhenzell und einigen Höfen vermutlich im 13. Jahrhundert von den Grafen zu Montfort-Feldkirch als Lehen erhalten. Mit dem Tod von Graf Rudolf IV. zu Montfort-Feldkirch fiel Rauhlaubenberg 1390 an die Herzöge von Österreich. Die Burg wurde 1414 im Zuge einer Fehde zwischen Völk von Laubenberg und seinem Schwager Ulrich von Heimenhofen von letzterem erobert und besetzt. 1525 durch aufständische Bauern geplündert, brannte die Burg 1579 auch noch aus. Da die Herren von Laubenberg bereits 1559 auf ihr kurz zuvor erbautes Schloss in Rauhenzell gezogen waren, überließen sie Rauhlaubenberg dem Verfall. Mit dem Erlöschen der rauhlaubenbergischen Linie fiel Rauhlaubenberg 1647 an die österreichischen Herzöge zurück, die sie an den erzherzoglichen Rat Johann Andreas Pappus von und zu Tratzberg verliehen. 1933 ging die Burg samt Zubehör über den Erbweg an Herma Freifrau von Lerchenfeld. Heute befindet sich die verwahrloste Ruine in Privatbesitz.
Der Bauhof befand sich direkt nördlich des Burghügels und besaß einen eigenen Brunnen.
Text: Joachim Zeune
Text: Joachim Zeune
Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 10.248889, 47.564444
Baugeschichte
Die Burg wurde wohl um 1230/50 gegründet. Hierfür spricht das Mauerwerk des Wohnturms, das aus stark gezwickten Sandsteinen und Nagelfluhbrocken besteht und eine sorgfältige Eckquaderung mit Buckelquadern aufweist. Den Buckelquadern fehlen Zangenlöcher, ihr Randschlag ist sehr schmal. Eine späte Umbauphase zeichnet sich durch das Einspitzen einer Wendeltreppe in die Westinnenseite des Wohnturms sowie durch Flickungen mit Ziegelbruchstücken ab. Der Brand von 1579 hat rauchgeschwärzte Backsteinbrocken hinterlassen.
Text: Joachim Zeune
Text: Joachim Zeune
Baubestand
Die auf einem dicht bewaldeten Hügel zwischen Bäumen verborgene Burgruine ist mühsam durch das Unterholz zu erreichen. Der alte Zugang zum nur mäßig hohen Burghügel erfolgte wohl von Norden, wo ein schmales Plateau mit Wallresten auf die ehemalige Vorburg verweist. Ein schmaler Halsgraben riegelte den Burgplatz nach Südwesten ab. Die Gipfelfläche war von einer Ringmauer umfriedet, deren letztes Fragment noch die Riegelbalkenkanäle des ehemaligen Burgtors enthält. Vom Hauptgebäude, einem recht großen quadratischen Wohnturm von 13,6 Meter Seitenlänge und 2,6 Meter dicken Mauern, hat sich nach einem Erdrutsch nur die Nordwestseite bis zu 4 Meter hoch erhalten. In ihre Innenseite spitzte man sekundär eine rundförmige Ausnehmung für eine Wendeltreppe ein.
Die Turmburg ist in ihrer Größe und Zeitstellung durchaus vergleichbar mit Langenegg bei Waltenhofen.
Text: Joachim Zeune
Text: Joachim Zeune
Touristen Information
Zu der frei zugänglichen Ruine mitten im Wald, in dichtem Unterholz gelegen, führen keine Wege; Informationen auf der Seite burgenwelt.de; genaue Wegbeschreibung auf der Seite burgenregion.de