Um 1330 gründete Friedrich der Ramsperger mit dem Bau der Burg N. einen neuen Familienzweig. Der alte Stammsitz Ramsberg (= Randsberg) wurde daraufhin in Altrandsberg (Gem. Miltach, Lkr. Cham) umbenannt, die neue Burg „Neurandsberg“ genannt. Später gerieten die Ramsperger von N. wegen Hausfriedenbruchs in eine kriegerische Auseinandersetzung mit Herzog Albrecht III. (1438-60), der die Burg durch Haimeran Heuraus erobern und dem Herzogtum einverleiben ließ. 1461 besuchten die Herzöge Johann und Sigmund die Feste. Nach mehrfachen Besitzwechsel kam die Burg um 1550 in Besitz der Freiherren von Nothafft, wurde dann Sitz eines bayrischen Pflegamts und diente schließlich bis 1615 als Gefängnis. Nach der Zerstörung 1633 durch schwedische Truppen unter Oberst von Taupadell blieb die Burg dem Verfall überlassen, 1698 erscheint sie als ruiniertes und eingefallenes Schloss, das die neben ihr stehende Burgkapelle zu verschütten drohe. Daher errichtete man 1699-1700 am Hügelfuß die neue Kirche Mariä Geburt, die zu einer bekannten Wallfahrtskirche wurde.
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Koordinaten: 12.000000, 49.000000
Baugeschichte
Über die Baugeschichte der großen Burg ist infolge fehlender fachkundiger Erforschung nur bekannt, dass sie 1330 gegründet wurde. Aus dieser Zeit stammen die Ringmauer der Kernburg und das spitzbogige Burgtor. Der die Hauptburg umgebende Zwinger mit seinen halbrunden Schalentürmen dürfte jüngeren Datums sein (15. Jhdt.?), er wird 1582 erstmals erwähnt, als man einen Bauplatz für die neu zu errichtenden Gefängnisse suchte. 1699 ersetzte man die einsturzbedrohte Kirche durch einen weiter entfernten Neubau (s. o.).
Baubestand
Die Burgreste liegen auf einem Sporn mit tiefen Halsgraben nach Norden, werden leider aber von dichten Waldbewuchs verborgen. Eindrucksvoll erhalten hat sich vor allem die Zwingerbefestigung aus noch bis zu 7 m hohen Bruchsteinmauerwerk, die noch vier halbrunde Schalentürme erkennen lässt. Ursprünglich sollen sieben solche Schalentürme vorhanden gewesen sein.
Von der wohl älteren Kernburg, die rundum durch die Zwingerbefestigung gesichert wurde, haben sich gleichfalls ansehnliche, bis zu 6 m hohe Mauerreste aus Bruchsteinen erhalten. Das spitzbogige Tor öffnete sich am Südosteck und wurde durch einen Torbau geschützt. Vom Wohnbau an der Südseite zeugen noch einige größere Fensterausbrüche. Weiterhin finden sich im Norden der Kernburg eine verschüttete Zisterne und ein verschütteter Gewölbekeller. Gemäß mehrere alten Ansichten besaß die Burg einen mächtigen Bergfried oder Wohnturm, der 1582 als „grosß Thurm“ erscheint. Von ihm verbleiben nur noch dürftige Mauerfragmente.
Von der wohl älteren Kernburg, die rundum durch die Zwingerbefestigung gesichert wurde, haben sich gleichfalls ansehnliche, bis zu 6 m hohe Mauerreste aus Bruchsteinen erhalten. Das spitzbogige Tor öffnete sich am Südosteck und wurde durch einen Torbau geschützt. Vom Wohnbau an der Südseite zeugen noch einige größere Fensterausbrüche. Weiterhin finden sich im Norden der Kernburg eine verschüttete Zisterne und ein verschütteter Gewölbekeller. Gemäß mehrere alten Ansichten besaß die Burg einen mächtigen Bergfried oder Wohnturm, der 1582 als „grosß Thurm“ erscheint. Von ihm verbleiben nur noch dürftige Mauerfragmente.