Burgen
in Bayern

Burg Regenpeilstein

Burg Regenpeilstein erscheint erstmals urkundlich 1285 als castrum in Peilstein, wobei aufgrund der damaligen Existenz der Burg Sattelpeilstein unklar ist, ob man Regenpeilstein mit dem Geschlecht der Peilsteiner in Verbindung bringen kann. Gleiches gilt für frühere Erwähnungen. 1329 fiel Peilstein di Burch gemäß des Vertrags von Pavia an die Wittelsbacher Pfalzgrafschaft. Gesichert gehörte Regenhpeilstein von 1370 bis 1421 zum Eigengut der Satzenhofer, dann dem Heinrich von Preysing. 1445 erwarb Hans Zenger, 1526 dann Ruprecht Sparnberger Burg und Herrschaft, die 1570 an Jobst von Thanndorf zu Forchtenberg gingen und bei dieser Familie bis 1605 blieben. Es folgten die Maroldinger, Bertholdshofer, von Altersheimbh, Schott und Chlingensberg. 1638 wurde Regenpeilstein im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Heute befindet sich die Burg in Privatbesitz und kann nur auf Anmeldung hin besichtigt werden.

Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 12.497528, 49.180358

Baugeschichte

Eingehende bauhistorische Untersuchungen stehen noch aus, auch sind keinerlei relevante Baunachrichten überliefert. Unter dem so genannten Hofbau erstreckt sich ein 1897 entdeckter unterirdischer Gang, der aber offenkundig konzeptionell nichts mit der Burg zu tun hat, sondern der Kategorie der „Schratzellöcher“ angehört. Deren Alter wird noch immer intensiv und kontrovers diskutiert, eine Entstehung noch vor dem Bau der Burg im 11. oder 12. Jahrhundert ist durchaus denkbar.
Der Bergfried gehört zweifelsohne neben Teilstücken der Ringmauer und des Wohnbaus zum ältesten Baubestand und dürfte, wie einige Baudetails nahelegen, der Zeit um 1250 angehören. Dies bedeutet, dass die Gewölbe in seinem Inneren erst sekundär eingebaut wurden.
Die Burg wurde wiederholt stark aus- und umgebaut, vor allem nach ihrer Zerstörung 1638 und erneut im 18. Jahrhundert. Am Wohnbau findet sich folglich das Wappen der Familie Schott mit dem Datum 1790. 1897 wurde an der Vorburg gebaut. 1922 legte man mehrere Baulichkeiten ein, darunter auch den inneren Torbau.

Baubestand

Die Burganlage erhebt sich von einem Sporn über dem Tal der Regen und war nur von Süden und Westen her zugänglich, wo ein Halsgraben die Burg vom Hochplateau abtrennte. Der Zugang erfolgte von Westen her über einen Damm, der in ein Vortor mündete. Durch einen inneren Torbau kommt man in die dicht frühneuzeitlich umbaute Vorburg, in deren Nordeck sich die kleine, ebenfalls dicht bebaute Hauptburg erhebt. Hier vermittelt ein spätmittelalterliches Torhaus den Zugang zum Hauptburghof, an dessen Nordseite sich der mehrseitig umbaute quadratische Bergfried noch bis zu 28 m Höhe erhebt. Er misst außen 6,2 x 6,2 m bei einer Mauerstärke von 2,2 m und zeigt quaderhaftes Mauerwerk mit teilweise gebuckelten Eckquadern. Sein leicht spitzbogiger Hocheingang öffnet sich in Höhe des 1. Obergeschosses, von wo eine gewinkelte Mauertreppe in das mit einem Kreuzgewölbe versehenen 2. Obergeschoss führt. Über Leitern erreicht man das tonnengewölbte oberste Geschoss.
Sehenswert sind die barocke Schlosskirche St. Jakobus und die Klause mit ihrer Kapelle.

Touristen Information

Burg Regenpeilstein ist in Privatbesitz und nicht zugänglich, sondern nur von außen zu besichtigen. Am Fest Sankt Jakobus (25. Juli) feiern die Besitzer mit der Gemeinde Roding Kirchweih in der gleichnamigen Schlosskapelle, die bei dieser Gelegenheit zugänglich ist.

Karte

Weitere Bilder