Zeitzeugen berichten

Eckehart Jahreis Ingenieur Erdfunkstelle Raisting

Themen

Oberbayern

Radom Raisting

Zeiträume

Das geteilte Deutschland (1949 - 1989)

Signatur
zz-1572.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
1960

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Eckehart Jahreis über die Planung der Anlage in Raisting, die Entwicklung hin zu stationären Satelliten und die Nachteile der Hülle, die letztlich zur Schließung der Anlage beitrugen (1960-1985).

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Eckehart Jahreis, aufgenommen am 05.10.2014 in Raisting, über seine Arbeit in der Erdfunkstelle Raisting, das Grundkonzept und die Bedeutung der Anlage, die Satellitentechnik und die Stilllegung der Anlage 1985.

Biogramm

Eckehart Jahreis wurde 1937 geboren und absolvierte die Ingenieurschule in Berlin. Ab 1965 war er als Betriebsingenieur in der Erdfunkstelle Radom Raisting tätig und für den fehlerfreien Betrieb der Anlage verantwortlich. Ab 1973 war er Leiter verschiedener technischer Projekte (z.B. Digitalübertragung und Satellitenbetrieb). Eckehart Jareis erlebte die faszinierende Anfangszeit der Satellitentechnik und deren Weiterentwicklung von nichtsynchronen zu synchronen Satelliten.

Inhalte

Geboren 1937 – Ausbildung bei der Bundespost in Stuttgart – Ingenieursstudium in Berlin – Satellitenfunk als neues Gebiet – Übernahme von Übertragungstechniken aus dem Bereich der Richtfunktechnik – geplante Entstehung einer Großantenne in Raisting – Live-Übertragung der Olympiade 1964 aus Tokio – ab 1965 Dienst als Betriebsingenieur in Raisting – Schichtdienst, bedingt durch Zeitverschiebung mit den USA – wöchentliche Rotation des Zugriffes auf den damals einzigen Satelliten – Planung von vier Antennen und automatischer Steuerung – Größe der Antennen notwendig aufgrund der geringen Leistung der damaligen Satelliten – Bündelung der Fernsprechsignale in Frankfurt – Ausstrahlung der Signale zum Satelliten in Raisting – Austausch mit den anderen Erdfunkstationen über Telefon und Fernschreiber – Entscheidung für eine Radom-Antenne schon Anfang der 1960er Jahre – Aufteilung der Maschinentechnik im Zentralgebäude und in den Antennen – Sicherung der Stromversorgung durch Dieselaggregat und Akkus – IBM-Rechner mit Magnetbändern zur Programmsteuerung der Antennen – Vereinfachung der Berechnung durch feststehende Satelliten – Neubau von Erdfunkstellen in Europa – Hülle der Antenne in Raisting technisch problematisch – Verfälschung der Signale bei Schneefall und Eisbildung – Errichtung der anderen Antennen ohne Hülle – Abschaltung der Anlage 1985 – Ermöglichung von Ferngesprächen als eigentlicher Grund für den Bau der Anlage – unterschiedliche Fernsehnormen in Europa und den USA als Problem – Übertragung von Fernsehkanälen aus den USA – Probleme bei Ferngesprächen durch die Verzögerung der Antworten aufgrund der weiten Strecke zum Signal zum Satelliten – Spezialisierung der Ingenieure im Radom Raisting – Personalstruktur in der Erdfunkstelle – schnelle Fortschritte in der Raketentechnik – Synchronsatelliten – Beschleunigung der Entwicklung durch den „Kalten Krieg“ – Bewusstsein über die Tragweite von weltweiter Kommunikation – technische Effizienz – Arbeitszyklus in Raisting – weltweiter Stellenwert der Anlage – keine Verbindung zur Erdfunkstelle der DDR während der Teilung – prominente Besucher in Raisting – Faszination der neuen Technik – heliumgekühlte Empfangsverstärker – Gründe für die Stilllegungen der Anlage 1985 – Englischkurse.

Daten

Art:
Thematisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
0:45 h
Aufnahmedatum:
05.10.2014
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.