Zeitzeugen berichten

Horst Fiedler Erzieher, Diakon, Heimleiter

Themen

Bayern in den 1960er-Jahren

Diakonie

Mittelfranken

Zeiträume

Das geteilte Deutschland (1949 - 1989)

Signatur
zz-1063.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Horst Fiedler über die Arbeit als Erzieher in der Diakonenschule Rummelsberg Ende der 1960er-Jahre.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Horst Fiedler, geführt am 07.07.2004 im Rahmen des Projekts Geschichte der Diakonie, über seine Ausbildung als Erzieher und Diakon in den Rummelsberger Anstalten, den Heimalltag im Wandel der Zeit und die Zukunft der Diakonie.

Inhalte

Ausbildung und Arbeit als Erzieher: mit 14 in Rummelsberg eingetreten, drei Jahre Helferausbildung, Dienstbefreiung von der Wehrmacht, drei Jahre Vorpraktikum, Verwaltung und Erziehungsanstalt, zwei Jahre theoretischer Unterricht im Brüderhaus, Arbeitsorte: Gemeinde Fischbach-Altenfurth, Rummelsberg als Erzieher und Heimleiter 25 Jahre, Alten- und Pflegearbeit 6,5 Jahre Heimleiter, Zufriedenheit mit Entsendungen, Rummelsberg 1951: Heim für schulentlassene Jugendliche von 14 bis 21 Jahren, 106 Buben, Arbeitserziehung, Erzieher, Heimleiter, Diakon, Psychologe, pädagogisches Konzept, Hygiene, Gruppenpädagogik, Wiedereingliederung, Versorgung und Beaufsichtigung, große Gruppen, Probleme auf den Einzelnen einzugehen, strenger Erziehungsstil, Autorität, Strafen, Entweichungen, Gespräche, konfessionelle Erziehungsheime in Bayern: Herzogsägmühle, Rummelsberg, Fasselhof (evangelisch), Pinsheim, Birkeneck, Schwandorf (katholisch), staatliche Anstalt Lichtenau, Flüchtlingskinder, Vaterlose, Konrektor Näggelsbach, Persönlichkeitsentwicklung, Schlafräume, Wohnräume, Gruppeneinteilung, Tagesablauf, Andacht, 1951 ein Radio an alle Schlafsäle angeschlossen, Sport, Abendspaziergang, Musik, Lesezimmer, Werkstattwochenbücher, Schafkopfen, Zeltlager, Entweichungen: Erlebnisdrang, Ausgangssperren, Revolte 1968, Verständnis für die Zöglinge, in Ausnahmen körperliche Strafen, Heim als Ersatz für Haftstrafe, Verhandlungen, Gruppenpädagogik, Neubau, Heilpädagogik, Sozialpädagogen, PTI (Pädagogische-therapeutische-Intensivabteilung), 1977 Jugendhilfezentrum, 1985 nach Fasselhof versetzt - Erziehungskonzepte: Berufsausbildung - Studentenproteste 1968, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend mit Megaphon, Diskussion, Gruppe aus München, ASTA Erlangen, antiautoritäre Phase, abendlicher Ausgang, Konzerte in Nürnberg, Fußball, Wiederherstellung familiärer Kontakte, Vermittlung nach der Ausbildung, Taschengeld, Entweichungen wegen Prüfungsangst, Absenkung der Volljährigkeit 1974 auf 18, Arbeitsvermittlung, Jugendämter vor Ort - Diakonenbluse: gestreifte Bluse, zwei Blusen, eine zur Arbeit, eine zur Repräsentation bis in die 1960er Jahre, Posaunenchor - Brüderbräute: Bräutekurs für Ehefrauen, halbes Jahr, Genehmigung der Verlobung, Unterricht in biblisch-theologischen Fächern, Psychologie, Kindererziehung, Haushaltsplan, Reduzierung im Laufe der Zeit, später nur noch ein Wochenende - Lebens-, Dienst-, und Sendungsgemeinschaft, Gemeinschaft, Brüderschaft, Lebensgemeinschaft, Konventskreise, Brüdertag, Brüderblatt, Dienstgemeinschaft, Sendungen, Sendungsgespräche, heute: Bewerbungen, Rektor: Böckschwimmer - Stellung des Diakons: kein fachlicher Unterschied zu Mitarbeitern, zusätzliches seelsorgerisches Angebot, Glaube - Zukunft der Diakonenbruderschaft, Trennung der Gemeinschaft durch unterschiedliche Einsatzorte - Zukunft der Diakonie, Finanzierungsprobleme, Rummelsberg auf dem Weg zum Sozialkonzern, Gesellschaftsjugendhilfe, Verhältnis zu weiblichen Mitarbeitern der Diakonie.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
07.07.2004
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Schmidbauer: Interview

Schmidbauer: Kamera