Zwischen 1941 und 1945 kam es zu fünf Luftangriffen auf Schwabach, die auch im historischen Zentrum Schäden verursachten. Am 19.04.1945 marschierten US-Truppen in die Stadt ein. Heimatvertriebene wurden angesiedelt, 1950 waren es 3.532 bei 19.376 Einwohnern. Bis 1968 wuchs die Bevölkerungszahl auf 24.753 Einwohner an. Neue Wohnsiedlungen und Gewerbeareale wurden errichtet, die Lücken im Zentrum der Stadt in traditioneller Architektur geschlossen.
Angriffe
• zwischen 12./13. Oktober 1941 und 19. April 1945: insgesamt 5 Luftangriffe
• 12./13. Oktober 1941: schwerster Angriff durch die britische Luftwaffe
- 70 bis 80 Sprengbomben
- 1.000 Brandbomben
- 30 Phosphorbomben
- Angriffsziel: Zentrum
Tote und Verletzte
• 9 Tote
• etwa 100 Verletzte
Schäden
• 60 Gebäude zerstört
• über 80 Gebäude beschädigt
Kriegsende
• 19. April 1945:
- Wehrmacht verlässt die Stadt
- Beseitigung der zuvor errichteten Panzersperren
- Hissen einer weißen Fahne auf dem Kirchturm
- Übergabe der Stadt an die US-Armee
Ausgangslage
Einwohnerzahlen:1946: 17.873
1954: 20.161
1955: 20.410
1961: 23.696
1968: 24.753
• nach Kriegsende: Anteil der Heimatvertriebenen an der Gesamtbevölkerung 25%
• 13. September 1950: 3.532 Heimatvertriebene (19.376 Einwohner insgesamt)
• mehr als 500 Obdachlose
Wiederaufbau
Pläne und Ideen:• 1950: Aufruf des Oberbürgermeisters Hans Hocheder: „Schwabach packt an“ mit dem Ziel einer verstärkten Aufbautätigkeit
• Initiative gemeinnütziger Siedlungswerke
• nach 1945:
- Bau neuer Wohngebäude (Wohnsiedlungen, Trabantenstadt)
- Bau kommunaler Bauten, u.a. 7 Schulen, Turnhallen, Schwimmhallen, Krankenhaus und Schwesternheim
- Bau technischer Einrichtungen, u.a. Brücken, Kläranlage, Umgehungsstraße
• 1952: Renovierung des Historischen Rathauses und Einrichtung des "Goldenen Saales" mit Fries aus 14.000 Blatt Schwabacher Blattgold
• 1953: neues Stadtwappen
• 1979: Verleihung der „Europa-Nostra-Medaille“ würdigt gelungene Altstadtsanierung
Kirchen und Klöster
Evang. Pfarrhaus (Wallenrodtsches Vikariatshaus) Schwabach
Kirchen und Klöster
Zerstörung: 12.-13.10.1941Wiederaufbau: 1942-1943
Kirchen und Klöster
Zerstörung: 12.-13.10.194 1Wiederaufbau: nach 1941
Literatur
RAUCH, Alexander (Hrsg.): Schwabach. Denkmäler in Bayern: Kreisfreie Städte und Landkreise in Bayern 63, München 1978.
SCHÖLER, Eugen: Historisches Stadtlexikon Schwabach, Neustadt an der Aisch 2008, S. 362 f., S. 452 f., S. 642 f. und S. 788 f.
STATISTISCHES JAHRBUCH FÜR BAYERN 1955. Hrsg. vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1955, S. 496.
STATISTISCHES JAHRBUCH FÜR BAYERN 1955. Hrsg. vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1955, S. 18.
STATISTISCHES JAHRBUCH FÜR BAYERN 1969. Hrsg. vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1969, S. 19.
INTERNET:
http://www.schwabach.de/stadtportraet/00262.html (08.03.2009)
http://www.schwabach.de/stadtportraet/00279.html (08.03.2009)