Bahnhof und Verkehrsnetz waren ab Dezember 1944 Ziele von Bombenabwürfen. Deutsche Truppen sprengten am 29.04.1945 die Isarbrücke. Am 01.05.1945 besetzten US-Truppen die Stadt. 1950 zählte man 1.268 Heimatvertriebene bei einer Gesamtbevölkerung von 6.011 Einwohnern.
Angriffe
• ab Dezember 1944: Tieffliegerangriffe auf das Schienen- und Straßennetz im Raum Dingolfing-Landau-Vilsbiburg
• 24. April 1945: Tieffliegerangriff auf einen ausfahrenden Zug
• 25. April 1945: US-Bombardement des Bahnhofs
• in den letzten Apriltagen 1945: Flugblattabwurf
• 30. April und 01. Mai 1945: Beschuss der Stadt mit Spreng- und Brandgranaten durch US-Bodentruppen
Tote und Verletzte
• bei Beschuss der Stadt und Kämpfen: 22 Tote
Schäden
• infolge von Tieffliegerangriffen auf das Straßen- und Schienennetz im Raum Dingolfing-Landau-Vilsbiburg seit Dezember 1944: vereinzelte Häuser- und Gebäudeschäden
• beim Beschuss durch Bodentruppen am 30. April 1945: erhebliche Gebäudeschäden in der Haupt- und Ludwigstraße, der Fleischgasse sowie am Marienplatz
• die Höckingerstraße ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen
• beim Beschuss am 01. Mai: Brand des Rathauses und Granateneinschläge in der Stadtpfarrkirche, der Stadthalle sowie den Lagerhäusern der Reichszeugmeisterei
Kriegsende
• 29. April 1945: Sprengung der Eisenbahnbrücke über die Isar durch deutsche Truppen
• 01. Mai 1945:
- die letzten SS-Truppen räumen die Stadt
- noch am selben Tag: Besetzung durch die US-Armee
Ausgangslage
Einwohnerzahlen:1946: 6.035
1955: 5.961
1961: 6.015
1968: 6.637
• 13. September 1950: 1.268 Heimatvertriebene (6.011 Einwohner insgesamt)
Wiederaufbau
Pläne und Ideen:• Beseitigung der Schäden, speziell an den Verwaltungsgebäuden
• Unterbringung der Flüchtlinge
• Verbesserung der Infrastruktur von Wasser und Strom
• 1950:
- Einweihung des neuen Rathauses
- Bau eines Wasserhochbehälters
• 1953:
- Wiederherstellung der Wasserleitung über die Isar
- Gründung des Gemeinnützigen Bauvereins
- Ausbau der Bundesstraße 20 im Stadtgebiet
• 1955: Bau eines neuen Kindergartens im Stadtteil links der Isar
• 1958/1959: Bau des Freibads
• 1959:
- Erweiterung des Heilig-Geist-Bürgerspitals
- Einrichtung eines städtischen Bauhofs
• 1965/1966: Bau eines neuen Leichenhauses auf dem Friedhof Heilig-Kreuz
• 1965/1967: Bau einer gewerblichen Berufsschule
• 1965/1968: Bau eines Wasserwerks
Öffentliche Gebäude
Öffentliche Gebäude
Zerstörung: 30.04.1945Wiederaufbau: 1949-1950
Literatur
FERSTL, Rudolf Toni: Im Schmelztiegel der Zeit, in: „1224 – 1974“. 750 Jahre Landau a.d. Isar, München 1974, S. 21 – 44.
MARKMILLER, Fritz: Am 1. Mai 1945. Katastrophales Ende - Zukunftorientierter Neubeginn, in: Der Storchenturm 30 (1995/1996), 58/59.
STATISTISCHES JAHRBUCH FÜR BAYERN 1952. Hrsg. vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1952, S. 492.
STATISTISCHES JAHRBUCH FÜR BAYERN 1955. Hrsg. vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1955, S. 20.
STATISTISCHES JAHRBUCH FÜR BAYERN 1969. Hrsg. vom Bayerischen Statistischen Landesamt, München 1969, S. 20.