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Stück der letzten vor der Schließung der Maxhütte 2002 produzierten Eisenschiene Pressebild

Erscheinungsdatum: 14.06.2018
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Stück der letzten vor der Schließung der Maxhütte 2002 produzierten Eisenschiene

© Augsburg, Haus der Bayerischen Geschichte

Die Anfänge der Maxhütte, genannt nach König Maximilian II., reichen in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. 1864 wurde in Rosenberg bei Sulzbach in der Oberpfalz ein Hüttenwerk mit Kokshochofen zur Stahlerzeugung errichtet. Die Rohstoffbasis boten neuerschlossene Erzlagerstätten in der Oberpfalz. An mehreren Standorten in der Oberpfalz und in Thüringen errichtete die Maxhütte moderne Hüttenwerke. Während der NS-Zeit hatte die Montanindustrie aufgrund der Autarkiepolitik einen starken Aufschwung genommen. Die Teilung Deutschlands durch den „Eisernen Vorhang“ bedeutete einen starken Standortnachteil für diesen Wirtschaftszweig und erzwang Rationalisierung und Spezialisierung.1953 nahm das neue Rohrwerk zur Produktion von nahtlos gezogenen Stahlrohren in Rosenberg den Betrieb auf. In den 1960er Jahren bot die Maxhütte etwa 5.000 Arbeitsplätze. Trotz der positiven Entwicklung des Rohrwerks beschleunigte sich der rasante Niedergang des Gesamtunternehmens und führte 1987 zum ersten Konkurs. Bereits 1986 war das Walzwerk in Haidhof stillgelegt worden, der Bergbau wurde 1989 eingestellt. Trotz einer Beteiligung des Freistaats Bayern wurde 2002 die Stahlproduktion endgültig eingestellt. Der Arbeitsplatzverlust hatte gravierende Auswirkungen auf die strukturschwache Region. Das Rohrwerk Maxhütte produziert heute unter anderem für die Automobilindustrie und die Energiewirtschaft.

Verwendung nur im Rahmen der Berichterstattung zur Ausstellung

Abdruck mit Bildnachweis honorarfrei, Beleg erbeten (Haus der Bayerischen Geschichte, Postfach 101751, 86007 Augsburg, www.hdbg.de, pressestelle@hdbg.bayern.de)

 

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