Jüdisches Leben
in Bayern

Fürstenforst Synagoge

Die kleine jüdische Gemeinde in Fürstenforst (heute Ortsteil von Burghaslach) ist seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachweisbar. Sie nutzte zunächst wahrscheinlich die Einrichtungen des benachbarten Burghaslach, seit 1775 auch den dortigen Friedhof.

Nach den Forschungen von Israel Schwierz habe es in Fürstenforst einen Betsaal, eine Schule und eine Mikwe gegeben. Im Gebäude Fürstenforst Nr. 19 hat sich zumindest die Bezeichnung "Judenschule" erhalten. Wahrscheinlich ist diese Gebäude ein Gemeindezentrum gewesen mit Räumlichkeiten für eine Synagoge, eine Schule und eine Lehrerwohnung. Eine hebräische Inschrift auf dem Dachboden könnte darauf hinweisen, dass sich hier der Betraum befand. Auffällig ist zumindest, dass das Gebäude zwei nebeneinander liegende Eingangstüren hat, vielleicht zwei getrennte Eingänge in den Männer- und Frauenbetsaal.

Mit dem Ende der jüdischen Gemeinde in Fürstenforst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor dieses Gebäude seine Funktionen. Nach einem Umbau zu einem nicht bestimmten Zeitpunkt wird es heute als Wohnhaus genutzt.

Bilder

Literatur

  • Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern, 2. Aufl. München 1992, S. 168