Jüdisches Leben
in Bayern

Freising Synagoge

Insofern es zutrifft, dass am Münchner Tor eine jüdische Ansiedelung zwischen 1214 und 1349 bestanden hat, dann dürfte es in dieser auch einen privaten Betraum gegeben haben. Am Moosacher Bachlauf, der diesen geschlossenen Eruw durchquerte, ist auch eine Mikwe plausibel. Allerdings gibt es für eine Synagoge keinerlei Belege oder Spuren.


Die jüdischen Einwohner Freisings gehörten der israelitischen Kultusgemeinde München an und besuchten nach Möglichkeit die Gottesdienste in der Landeshauptstadt.

In einem Nebenzimmer im Erdgeschoss des Gasthauses "Zur Gred" (Bahnhofstraße 8) war in der Zeit des Bestehens des Displaced Persons-Lagers eine Synagoge und die Gemeinderäume eingerichtet. Es gibt keine Fotografien oder Quellen zur Ausstattung.

Literatur

  • Am ehemaligen Hotel "Zur Gred": Freisinger Linke beantragt Gedenktafel, in: Süddeutsche Zeitung (09.07.2020), online unter: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/am-ehemaligen-hotel-zur-gred-freisinger-linke-beantragt-gedenktafel-1.4961574 [Zugriff: 10.10.2022].

  • Rudolf Goerge: Judaica Frisingensia. Spuren jüdischer Kultur und jüdischen Lebens im Freisinger Raum, in: Amperland Jg. 27 (1991) Nr. 1, S. 38-43 u. Nr. 2, S. 80-85.