Jüdisches Leben
in Bayern

Kleinsteinach Gemeinde

1661 wählten die Juden im Hochstift Bamberg den aus Polen stammenden Samuel b. David Moses Halevi (ca. 1625–1681) zum Landesrabbiner mit Sitz in der kleinen Gemeinde Zeckendorf unweit von Scheßlitz. Aufgrund von Konflikten mit den Gemeinden vor Ort musste er sein Amt bereits nach vier Jahren aufgeben. Erst einige Jahre später konnte er das Amt des Rabbiners in Kleinsteinach übernehmen, wo er bis zu seinem Tod 1681 tätig war.

Bilder

Literatur

  • Töllner, Axel / Haas, Hans-Christof: Kleinsteinach, in: Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid, Gury Schneider-Ludorff (Hrsg.): Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern, Band III/2: Unterfranken Teilband 2.1. Erarbeitet von Cornelia Berger-Dittscheid, Gerhard Gronauer, Hans-Christof Haas, Hans Schlumberger und Axel Töllner unter Mitarbeit von Hans-Jürgen Beck, Hans-Christoph Dittscheid, Johannes Sander und Elmar Schwinger, mit Beiträgen von Andreas Angerstorfer und Rotraud Ries, Lindenberg im Allgäu 2021, S. 498-513
  • Carsten Schliwski: Anmerkungen zum Sefer Naḥalat Shivʿah des Zeckendorfer Rabbiners Samuel ben David Moses Halevi – Versuch einer Einordnung.In: Jüdisches Leben in der Region: Herrschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Süden des Alten Reiches. Schmölz-Häberlein, Michaela (Hg.), Baden-Baden 2018. S. 349-359
  • Pomerance, Aubrey: Die Memorbücher der jüdischen Gemeinden in Franken, in: Michael Brenner / Daniela F. Eisenstein (Hrsg.): Die Juden in Franken, München 2012, S. 95-113
  • Weinberg, Magnus, Die Memorbücher der jüdischen Gemeinden in Bayern, 2 Bde., Frankfurt/Main 1937 u. 1938, hier S. 154-157