Die Glossare des HdBG

Zisterze Detailansicht

Stichwörter: Zisterze


Bezeichnung für das Kloster bei den Zisterziensern, abgeleitet vom Stammkloster Citeaux (lateinisch „Cistercium“) bei Dijon in Burgund.
Neue Zisterzen für Mönche sollten nur in unbewohnten und wasserreichen Gegenden erbaut werden und die Möglichkeit für eine ausgedehnte Landwirtschaft im Eigenbau bieten. Im Umfeld einer Zisterze lagen deshalb zusätzliche Wirtschaftshöfe (Grangien). Die eigentliche Klosteranlage, auch die Kirche, sollte einfach und schmucklos sein. Kennzeichen der Zisterze war ursprünglich der Verzicht auf Türme. Die Kirche sollte nur einen Dachreiter für die Glocke besitzen.
Im Gegensatz zu den Männerklöstern wurden die Klöster der Zisterzienserinnen von Anfang an in der Nähe von oder in Städten (siehe: Kartause) erbaut. Die Forderung nach Einsamkeit wurde durch hohe Umfassungsmauern erfüllt. Meist wurden die Klöster in der Nähe von Bächen errichtet (vgl. die ursprüngliche Anlage von Seligenthal bei Landshut).
Literatur: Binding, Günther / Untermann, Matthias: Kleine Kunstgeschichte der mittelalterlichen Ordensbaukunst in Deutschland, Darmstadt 1985, 3. ergänzte Auflage 2001, S. 185-274;
Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 2001, Band 10, Sp. 1466.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)