Stichwörter: Ursulinen, Ursulinen (Ordo Sanctae Ursulae OSU)
Die Gesellschaft der hl. Ursula wurde 1535 von Angela Merici (1470-1540) in Brescia gegründet. Merici war ursprünglich Angehörige des Dritten Ordens des hl. Franziskus (siehe: Terziaren). Sie wollte einen Verein für Frauen, die in der Welt ein Leben nach den Evangelischen Räten führen und sich der Mädchenerziehung widmen sollten. 1544 erfolgte die päpstliche Bestätigung. Erst 1582 wurde das Leben in Klostergemeinschaften obligatorisch. Seit 1612 lebten die Nonnen in strenger Klausur. Große Verbreitung fand der Orden nach Oberitalien zunächst in Frankreich. Von dort kam er nach Bayern. Hier gab es bis in das .frühe 19. Jahrhundert zahlreiche Klöster zur Erziehung adliger Mädchen.
Literatur: Backmund, Norbert: Die kleineren Orden in Bayern und ihre Klöster bis zur Säkularisation, Windberg 1974, S. 99;
Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 2001, Band 10, Sp. 489f.
Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)