Stichwörter: Ulm, Ulm, Reichsstadt
Aus einer seit der Karolingerzeit bedeutenden Königspfalz erwachsene Reichsstadt an der Donau. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts sicherte sie sich durch den Erwerb aller königlichen Rechte reichsstädtische Unabhängigkeit und Selbstverwaltung. Vom letzten Drittel des 14. bis ins 16. Jahrhundert baute sie ein weit ausgedehntes Landterritorium auf. Im Spätmittelalter blühte in Ulm das Textilgewerbe (Barchent) mit europaweitem Export. Gründerin des Schwäbischen Städtebundes (1376), wurde Ulm bevorzugter Tagungsort des Schwäbischen Bundes (1488-1533/34) und spielte auch im Schwäbischen Reichskreis als Vorsitzende der Städtebank und Versammlungsort der Kreistage eine führende Rolle. 1802 zu Bayern gekommen, verlor die Stadt mit dem Übergang an Württemberg 1810 an zentraler Bedeutung, blieb aber die zweitgrößte Stadt im Königreich und wurde Behördensitz.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns