Stichwörter: Truhendingen, Truhendingen, Herren/Grafen von
Fränkische Adelsfamilie, die erstmals 1129 bezeugt ist. Die Familie zählte ursprünglich zu den Edelfreien und führte ab 1264 den Grafentitel. Frühestes Zentrum war Altentrüdingen (Lkr. Ansbach), das schon Mitte des 12. Jahrhunderts zugunsten von Hohentrüdingen und der Rodungsherrschaft im Hahnenkamm (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) aufgegeben wurde. 1260 gelang es den Truhendingern, einen Teil des Erbes der Andechs-Meranier in Oberfranken um Baunach und Scheßlitz (Lkr. Bamberg) zu gewinnen. Seit den 1280er Jahren geriet die Familie in eine finanzielle Krise, von der sie sich bis zu ihrem Ende nicht mehr erholen konnte. 1290 entstanden zwei Linien. Der alttruhendingische Zweig starb bereits 1311 aus. Damit ging auch der Stammbesitz der Familie verloren. Der orbermainische Zweig behauptete sich bis Anfang des 15. Jahrhunderts, musste aber immer mehr Güter an die Bischöfe von Bamberg und die Burggrafen von Nürnberg verkaufen. 1458 wird die Familie letztmalig erwähnt.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns