Stichwörter: Laubhüttenfest, Sukkot, Sukkot (Laubhüttenfest)
Laubhüttenfest, 15. Tischri (September/Oktober)
Aus: Siehe der Stein schreit aus der Mauer
(dt. Laubhüttenfest; hebr. Sukkot = Laubhütten): Sieben Tage währendes Fest im Herbst (je nach dem Mondkalender September/Oktober), mit dem Juden an die 40 Jahre dauernde biblische Wanderung des jüdischen Volkes durch die Wüste Sinai erinnern, nachdem sie durch das Rote Meer aus der Sklaverei des ägyptischen Pharao geflohen waren. Gleichzeitig ist es ein Erntedankfest. Für Sukkot stellen Famlien und Gemeinden eine Laubhütte auf (hebr. Sukka), um im Freien gemeinsam zu Essen und (wenn es die Witterung erlaubt) auch zu schlafen.
Quelle: Yael Deusel: Sukkot. Das jüdische Laubhüttenfest. In: 1700 Jüdisches Leben in Deutschland e.V (Hg.): Guter Ort. Begegnungen mit jüdischer Geschichte Frankens. [Leipzig/Berlin] 2021, S. 60-62. // Historisches Museum der Pfalz / Cornelia Ewigleben (Hg.): AK Europas Juden im Mittelalter. Speyer 2005, S. 267. // Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid, Gury Schneider-Ludorff (Hg.): Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. III/2: Unterfranken. Lindenberg im Allgäu 2021, S. 1667. // Germanisches Nationalmuseum Nürnberg / Bernward Deneke u.a. (Hg.): AK Siehe der Stein schreit aus der Mauer. Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Nürnberg 1988, S. 513.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern
(hdbg.eu/juedisches_leben)