Stichwörter: Stein zu Diemantstein, Stein zu Diemantstein, Adelsfamilie
Schwäbische Niederadelsfamilie, die sich nach Diemantstein im Kesseltal (Lkr. Dillingen) benannte, einer in den 1140er Jahren entstandenen Burg. Edelfreie von Stein/Diemantstein sind bis um 1280 belegt, die dann eine Ministerialenfamilie ablöste. Im 14. und 15. Jahrhundert entstanden mehrere Nebenlinien, von denen die Linie Trochtelfingen am längsten Bestand hatte (1495-1644). Die Diemantsteiner führten im 16. Jahrhundert die Reformation ein und schlossen sich dem Kanton Kocher der Reichsritterschaft an. Sie waren aber gleichzeitig vielfach in pfalz-neuburgischen Diensten tätig und kehrten im Gefolge der Neuburger Wittelsbacher 1628 zum katholischen Glauben zurück. Ihre kleine Herrschaft verteidigten sie in zwei Prozessen vor dem Reichshofrat gegen die Ansoprüche der Grafen bzw. Fürsten von Oettingen-Oettingen. Anfang des 18. Jahrhunderts erreichten die Diemantsteiner die Erhebung in den Grafenstand, doch starb die Familie 1730 aus.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns