Die Glossare des HdBG

SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) Detailansicht

Stichwörter: SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)


Die SPD entstand im Deutschen Reich 1890 mit der offiziellen Wiedergründung der zuvor durch das "Sozialistengesetz" verbotenen SAP (Sozialistische Arbeiterpartei). 1892 erfolgte die Parteigründung in Bayern, 1893 war die SPD erstmals im Bayerischen Landtag vertreten. Unter Georg von Vollmar rückte die bayerische SPD von den bisherigen Forderungen nach einer revolutionären Veränderung der bestehenden Gesellschaftsordnung ab und schlug den Weg der reformerischen Umgestaltung ein. 1917 spaltete sich die SPD in die Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) und die Mehrheitssozialdemokratische Partei (MSPD). In der Weimarer Zeit war die SPD eine bedeutende politische Kraft und stellte in Bayern mit Johannes Hoffmann (1919-1920) einmal den Ministerpräsidenten. Danach war sie bis 1933 an keiner Regierung mehr beteiligt. 1933 wurde die SPD wie alle anderen demokratischen Parteien von den Nationalsozialisten verboten, leistete aber aus dem Untergrund Widerstand gegen das NS-Regime. 1945 begann der Wiederaufbau der Partei. Die SPD war 1945-1947 und 1950-1957 Regierungspartei in Bayern, 1945-1946 und 1954-1957 stellte sie mit Wilhelm Hoegner den Ministerpräsidenten.

Quelle: Aus: CD-ROM und Internet-Projekt: Geschichte des bayerischen Parlaments, www.parlament.hdbg.de
Aus: Parlamentarismus