Stichwörter: Schulwesen, Schulwesen (Weimarer Republik)
Bayern hielt während der Weimarer Republik entgegen dem herrschenden Zeitgeist an den traditionellen Formen seines Schulwesens fest und widerstand den immer wieder erhobenen Forderungen nach Einführung neuer Reformschultypen. Die weit überwiegende Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler besuchte eine siebenjährige Volkshauptschule und im Anschluss daran zwei bis drei Jahre lang die Volksfortbildungs- oder die Berufsfortbildungsschule. Das höhere Schulwesen war bis zur Revolution den Knaben vorbehalten gewesen, erst ab 1919 war es Mädchen gestattet, an den Knabengymnasien ein Abitur abzulegen und im Anschluss daran zu studieren. Im Bereich der höheren Mädchenbildung gab es daher die größten Umbrüche - zumindest was die theoretische Möglichkeit anbelangt. Nach wie vor war das bayerische Schulwesen der Weimarer Zeit von der Trennung nach Konfessionen geprägt.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns