Stichwörter: Ruhrkampf
Passiver Widerstand gegen die Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen. Diese hatten am 11. Januar 1923 das Gebiet besetzt, um die Einhaltung der im Versailler Vertrag festgeschriebenen Reparationslieferungen zu erzwingen. Die Reichsregierung in Berlin reagierte darauf mit einem Aufruf zum passiven Widerstand. Der "Ruhrkampf", der von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wurde, musste von Reichskanzler Gustav Stresemann aus wirtschaftlichen und finanzpolitischen Gründen (Inflation) am 16. September 1923 abgebrochen werden. Nach Einigung über den Dawes-Plan (1924) wurde das Ruhrgebiet bis zum August 1925 wieder geräumt.
Quelle: Aus: CD-ROM und Internet-Projekt: Geschichte des bayerischen Parlaments, www.parlament.hdbg.de
Aus: Parlamentarismus