Stichwörter: Regensburger Anzeiger/Bayerischer Anzeiger
Der "Regensburger Anzeiger" (seit 1934 in allen Ausgaben "Bayerischer Anzeiger") zählte zu den zentralen Blättern der katholischen bayerischen Tagespublizistik seit dem späten Kaiserreich. 1862 ursprünglich als Beilage gegründet, stieg die Zeitung Ende des 19. Jahrhunderts zu einem überregional bedeutenden Zentrumsblatt auf. Als "Sprachrohr" seines Mitgesellschafters Heinrich Held (1868-1938), der von 1924 bis 1933 zugleich bayerischer Ministerpräsident war, bildete der "Anzeiger" in den Jahren der Weimarer Republik eines der auflagenstärksten Organe der Bayerischen Volkspartei (BVP). Von den Nationalsozialisten bekämpft, wurde der "Anzeiger" 1936 gleichgeschaltet und 1943 letztlich eingestellt. Zwischen 1949 und 1973 nahm das Nachfolgeorgan "Tages-Anzeiger" die Tradition katholisch-konservativer Publizistik in Regensburg wieder auf.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns