Stichwörter: Redemptoristen, Redemptoristen (Congregatio Sanctissimi Redemptoris CSsR)
1732 gründete der neapolitanische Priester Alfonso di Liguori (1696-1787), ursprünglich Jurist aus adliger Familie, eine Gemeinschaft für Kleriker und Laien. Sie sah ihre Aufgabe vorrangig in der Seelsorge für die Armen in der Landbevölkerung, weniger in den mit Klerikern ohnehin versorgten Großstädten. Die Redemptoristen besuchten aber auch Gefängnisse und Leprastationen. 1749 wurde die Regel der zentral und hierarchisch straff organisierten Kongregation bestätigt.
Im 19. Jahrhundert fassten die Redemptoristen zunächst Fuß in Österreich, wenngleich dort zwischen 1848 und 1853 aufgehoben, dann 1841 in Bayern (Altötting). Aus der bayerischen Provinz stammen die selig gesprochenen Patres Franz Xaver Seelos (1819-1867) und Kaspar Stanggassinger (1871-1899). Ähnlich den Jesuiten wirkten die Redemptoristen gerne in großen volkstümlichen Missionen. Im Deutschen Kaiserreich war die Kongregation von 1873 bis 1894 verboten. In Nordamerika engagierte sie sich in der Betreuung der deutschsprachigen Auswanderer.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1999, Band 8, Sp. 920f.
Link: http://www.redemptoristen.de
Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)