Die Glossare des HdBG

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Stichwörter: Pater


Die lateinische Anrede „Vater“ wurde erst in der Neuzeit allgemein üblich für einen Mönch mit priesterlicher Weihe. Sie galt ursprünglich nur dem so genannten „Mönchsvater“ in der Gemeinschaft, seinem spirituellen Haupt, das nicht identisch mit dem Abt sein musste. Die Laien unter den Mönchen erhielten die Anrede „Bruder“ (lateinisch „frater“).
Augustiner-Chorherren und die Prämonstratenser werden hingegen stets mit „Herr“ angesprochen. Eine österreichische Besonderheit ist die Anrede auch der Mönche als Herren. Sie geht zurück auf Kaiser Joseph II. im 18. Jahrhundert.
Literatur: Angerer, Joachim: Stifte und Klöster in Bayern, Österreich und der Schweiz, Augsburg 1987;
Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1998, Band 7, Sp. 1454.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)