Stichwörter: Niederbayern-Straubing-Holland, Niederbayern-Straubing-Holland, Herzogtum (1353-1425)
Herzogtum, das aus der Teilung des niederbayerischen Landesteils im Jahr 1353 hervorging. Es bestand aus zwei Komplexen: dem Kerngebiet an der Donau um Straubing und den unter Kaiser Ludwig dem Bayern (reg. als Herzog von Bayern 1294-1347, König ab 1314) an die Wittelsbacher gekommenen, niederländischen Lehen. Bereits Herzog Albrecht I. (reg. 1347-1404) verlegte Residenz und Verwaltung nach Den Haag. Durch eine geschickte Politik brachte er die straubingisch-holländische Linie der Wittelsbacher zu Ansehen und Einfluss. Mit Unterstützung niederbayerischer Gefolgsleute reformierte er Verwaltung und Wirtschaft in den niederländischen Territorien. Den niederbayerischen Landesteil verwalteten vor allem Viztume, die aber in enger Verbindung zu den Herzögen standen. Auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet fand ein reger Austausch statt. 1425 starben die straubingisch-holländischen Wittelsbacher in männlicher Linie aus. Das Kernland um Straubing erbten die Teilherzöge von München, Landshut und Ingolstadt, die nördlichen Territorien gingen an die Herzöge von Burgund über.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns